Janne Teller – Nichts: Was im Leben wichtig ist

© dtv – das Jugendbuch

Original Titel: Intet

ISBN: 3423625171

Genre: Jugendbuch

Einzeltitel od. Reihe:

Protagonist(en): Agnes/die Schüler einer 7. Klasse

Bemerkung: E-Book

Inhalt: Als der 14-jährige Pierre Anthon seine Klasse mit den Worten verlässt »Nichts bedeutet irgendetwas, deshalb lohnt es sich nicht, irgendetwas zu tun«, stehen seine Mitschüler unter Schock. Denn kann es wirklich sein, dass nichts eine Bedeutung hat? Nicht die erste Liebe? Nicht das Lernen in der Schule? Nicht das Elternhaus, die Geschwister, der Glaube an Gott oder das eigene Land? Gemeinsam wollen die Schüler dem aufsässigen Pierre Anthon das Gegenteil beweisen und sammeln auf einem Berg der Bedeutung alles, was ihnen lieb und teuer ist. Doch was harmlos beginnt, wird bald zu einem Experiment, in dem es kein Halt und keine Grenzen mehr gibt – als selbst Tiere geopfert werden, ein Finger und die Unschuld eines Mädchens …

Meine Meinung: Janne Teller verursachte mit ihrem Buch „Nichts – Was im Leben wichtig ist“ einen Skandal in Dänemark wie ich im Nachhinein beim durchstöbern im Internet erfahren hatte. Gleichzeitig wurde es hochgelobt und zum Bestseller ernannt. Es ist also im Großen und Ganzen ziemlich umstritten. Ursprünglich erschien das Buch schon im Jahr 2000 in Dänemark, die deutsche Übersetzung wurde jedoch erst 2010 herausgebracht.

Das Buch beginnt am ersten Schultag nach den Sommerferien. Nach einem witzigen Satz des Lehrers sagte der Mitschüler Pierre die Worte: „Nichts bedeutet irgendetwas, deshalb lohnt es sich nicht, irgendetwas zu tun.“ und verlässt den Raum. Von nun an bekommt keiner mehr diesen Satz aus seinem Gedächtnis. Dass Pierre von nun an im Pflaumenbaum vor der Schule „lebt“ und den Mitschülern immer wieder neue umstrittene Sätze an den Kopf knallt macht die Sache nicht leichter.

Nach einigen Wochen und vielen Spekulationen und Diskussionen über den Sinn der Worte Pierres beschlossen die Schüler der Klasse 7 einen Berg der Bedeutung zu kreieren. Alles kommt drauf was den Schülern wichtig ist. Anfangs entschieden die Schüler noch selbst doch irgendwann entschied je ein Schüler für den anderen und es wurden immer extremere und gefährlichere Dinge für den Berg der Bedeutung gefordert und die ganze Sache eskaliert.

Teller schreibt sehr einfache Sätze und auffällig sind die kurzen Sätze, in denen Adjektive nur gesteigert werden. (Langweilig. Langweiliger. Am langweiligsten. Oder etwas anders: Kalt! Kälter! Frost, Eis und Schnee!)

Wegen des einfachen Schreibstils liest sich das Buch sehr schnell, jedoch gab es Momente wo ich das Buch weggelegt habe, weil der Inhalt erst einmal sacken musste. Die Geschichte ist teilweise brutal und sehr überspitzt dargestellt. Es ist ein Buch über dessen Sinn man tatsächlich nachdenken muss. Das Ende hat mir kurz die Sprache verschlagen und ich hätte es mir wahrscheinlich ein bisschen anders gewünscht.

Diese Geschichte ist einfach anders als Andere und ich bin durchaus eine, die sich noch lange Gedanken über Nichts macht. Nicht jetzt das Buch „Nichts“, sondern einfach was denn nun Nichts ist, da ich es mir einfach nicht vorstellen kann. Es war interessant zu lesen wie sich Teenager darüber Gedanken machen. Es kommt am Ende des Buches nicht zu einem Ergebnis, es bleibt Ungewiss, was es mit dem Nichts auf sich hat. Auch bleibt der Leser im Ungewissen, was die Beweggründe Pierres waren zu diesen Erkenntnissen zu gelangen.

In Dänemark wurde dieses Buch an manchen Schulen verboten. Auch ich würde es nicht unbedingt einem pubertierenden Teenager zum Lesen geben. Zu Ungewiss ist ob dieser mit dem Inhalt schon richtig umgehen kann. Ich denke aber, ein Jugendlicher kann es durchaus lesen, wenn der Inhalt im Nachhinein mit einem Erwachsenen besprochen wird.

Résumé: Kurzweiliges, interessantes Lesevergnügen. Regt definitiv zum Nachdenken an.

Bewertung:

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