Lauren Oliver – Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie

Original Titel: Before I Fall

ISBN: 3551582319

Genre: Drama, Jugendliteratur

Einzeltitel od. Reihe: Einzeltitel

Protagonist(en): Samantha Kingston

Bemerkung: E-Book

Inhalt: Hier

Meine Meinung: Mit „Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie“ hat Lauren Oliver ein Buch verfasst, welches einen nicht mehr loslässt. Als ich den letzten Satz in mich aufgenommen und das Buch (meinen Reader 😉 ) zugeklappt habe, saß ich erst mal eine Weile schweigend da. Die Geschichte hinterlässt einen traurigen und melancholischen Nachgeschmack.

Die Protagonistin Sam erlebt einen Tag wie jeden anderen, nur das sie diesmal am Ende einer Party mit ihren Freundinnen einen Autounfall hat und stirbt, so glaubt sie. Was aber passiert ist noch viel skurriler. Sie wacht an eben diesem Tag erneut auf und erlebt ihn noch einmal. Was ihr am Anfang wie ein böser Traum oder Déjà-vu vorkommt erweist sich bald als Realität, nachdem sie auch ein drittes, viertes, … Mal immer wieder am gleichen Tag erwacht.

Ein bisschen erinnert die Story an „Und täglich grüßt das Murmeltier“, jedoch ernster und dramatischer. Trotz dass die Tage sich immer wiederholen wurde es in meinen Augen nicht langweilig, da Oliver die Protagonistin in jeder Version andere Details erzählen lässt. So ähneln sich zwar ganz besonders die ersten beiden Tage, da Sam da noch an Zufall und einem nicht enden wollendem Déjà-vu glaubt, aber die Darstellung unterschiedlicher Feinheiten brachte auch da Abwechslung rein. Ab dem dritten Tag versucht Sam nun den Ablauf zu ändern, sodass ab da an die Geschichte erst richtig in Fahrt kommt.

An den Erzählungen über sich selbst erfährt man, dass Sam ein beliebtes, aber arrogantes High-School-Mädel ist, von oben herab handelt und gerne mal den Einen oder Anderen mit Hilfe ihrer Freundinnen mobbt. Schon am Ende des ersten Tages erfährt man als Leser, dass Sam von sich selber denkt sie wäre ein Arsch. Das merkt man an Aussagen, in denen sie direkt den Leser anspricht, wie: „Ich weiß dass einige von euch denken werden, vielleicht hätte ich es verdient.“

Am Verlauf der Tage  kann man gut die Entwicklung Sams erkennen, vom miesen High-School-Girl zu einem Mädel, welches über ihre Handlungen nachdenkt, diese bereut. Nun versucht sie  mit Hilfe des immer wiederkehrendes einen Tages alles wieder gut zu machen. Dies stellt sich aber als gar nicht so einfach raus. Aber auch die Fassade ihre drei Freundinnen, die anfangs eher negativ rüberkommen, bröckelt gewaltig durch Sams Wandel. Man merkt doch, dass sie sich hinter ihrem Image nur verstecken, da tief in ihrem Inneren ganz eigene Probleme verankert sind.

Olivers Schreibstil ist flott und locker, fesselnd und einfühlsam, was das Lesen der Geschichte angenehm macht.  Die Story hat mich von Anfang bis zum Ende gefesselt und zum nachdenken angeregt. Das Ende macht mich traurig, aber ich denke anders hätte es nicht laufen sollen. Der Epilog hat mich noch einmal gerührt, der letzte Satz ist jedoch viel- und doch nichtssagend.

Résumé: Fesselnd, einfühlsam, zum nachdenken. Eine gute Idee sehr gut und emotionsgeladen umgesetzt!

Bewertung:

5von5

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