[Reise] Der Natur auf der Spur

Auch heute war der erste Blick aus dem Fenster wieder sehr vielversprechend.

Wir zogen uns an und nahmen das Motelfrühstück ein. Dann machten wir uns auf den Weg. Wir steuerten den Everglades Nationalpark an. Aber bevor wir den Eingang passierten, wollten wir noch bei „Robert is here“ vorbei schauen. In diversen Reiseberichten las ich von dem Obst- und Gemüsestand der sich unweit des südlichen Teils der Everglades befindet. Der riesige Stand war auch nicht zu übersehen und wir hielten an um uns ein bisschen umzuschauen. Viele leckere Südfrüchte hatte Robert zu bieten, außerdem Shakes, Honig, Öle, Gewürze und vieles mehr. Wir kauften eine Packung schon geschnittener Ananas und ein paar Bananen für unterwegs und mein Göttergatte hielt einen kleinen Plausch mit Robert. Sehr sympathischer Mann, der uns erzählt hat, was in den Everglades zu empfehlen ist und uns angeboten am Abend nochmal vorbeizuschauen, da würde er uns dann noch etwas Obst aufschneiden.

Wir fuhren weiter zum Nationalparkeingang, wo wir doch fast das berühmte Nationalparksschild verpasst hätten. Aber zum Glück bemerkten wir es noch rechtzeitig und schossen ein (paar) Selfi(es).

Erster Halt war das Ernest F. Coe Visitor Center. Hier gab es ein kleines Museum mit interessanten Informationen über die Tier- und Pflanzenwelt der Everglades. Hier sprachen wir auch mit einem freiwilligen Helfer, der uns ein paar interessante Fakten über Schlangen, Alligatoren und über den Florida Panther erzählt hat. Außerdem sagte er, dass am Haltepunkt Royal Palm bald eine kostenlose Führung durch einen Ranger über den Anhinga Trail stattfinden sollte. Das wollten wir uns nicht entgehen lassen und so fuhren wir nach Royal Palm. Wir schlossen uns der Gruppe an. Gleich zu Beginn im See war schon der erste Alligator zu sehen. Es sollte nicht unser letzter sein.

Noch Nahe dem Startpunkt befanden sich einige abgeschnittene Bäume, auf denen immer mal Geier thronten.

Der etwa eine Meile lange Rundweg führte vorbei an einem schmalen Fluss und beherbergt unzählige verschiedene Tiere. Neben Vögeln, wie dem Anhinga, oder amerikanischer Schlangenhalsvogel, nach dem der Trail benannt wurde, findet man hier Schildkröten, Fische, Manatees, Rehe, Florida Panther, Otter und natürlich unzählige Alligatoren. Nicht alle Tiere haben wir gesehen. Der Manatee blieb noch aus, auch Rehe und Otter haben sich versteckt und der Florida Panther blieb ebenfalls im Verborgenen. Dafür konnten wir uns an unzähligen verschiedenen fliegenden Tieren und den für die Everglades berühmten Alligatoren sattsehen. Auch einige Schildkröten haben sich an die Oberfläche getraut und verschiedene Fische schwammen vergnügt im Wasser umher.

Nachdem wir den Trail entlang spaziert sind und die Tiere beobachtet haben, fuhren wir an einen nahe gelegenen Picknickplatz. Hier sind wir ausgestiegen, suchten uns ein schattiges Plätzchen und mussten uns gleich einer großangelegten Offensive von Moskitos stellen, die schon am Eingang angekündigt wurden. Schnell sprühten wir uns mit dem Mückenspray ein um uns die Viecher vom Hals zu schaffen. Ich musste mit zwei riesigen Flatschen an der Stirn und zweien an den Beinen klarkommen, mein Göttergatte hat nichts abbekommen, der Glückliche. Wir aßen unsere mitgebrachten Snacks, die leider den Geschmack des Mückensprays hatten, da das Zeug ja nun überall klebte. Und bald darauf kam auch schon ein kleiner roter Vogel an, der hoffte ein paar kleine Krümel stibitzen zu können.

Unsere Fahrt führte weiter zum nicht weit entfernten Pa-Hay-Okee Overlook. Niedliche 0,2 Meilen lang war der Rundweg und man konnte die flache Wildnis der Everglades überblicken.

Nächster Halt sollte das Flamingo Visitor Center sein. Wir fuhren bis zur Ende der Straße, die uns durch die Everglades führte und schauten uns hier ein bisschen um.

Hier gab es ein Moskitobarometer. Immerhin stand dieser schon bei Horrible, also schrecklich, entsetzlich, fürchterlich, abscheulich. Das haben wir ja schon gemerkt.

Hier blieben wir aber von den Tierchen verschont, wahrscheinlich weil der Wind uns hier wie wild durch die Haare blies.
Wir aßen hier im improvisierten Restaurantbereich etwas zu Mittag und wollten dann schauen, ob wir ein paar Manatees antreffen. Leider Fehlanzeige. Dafür hatten wir eine schöne Aussicht.

Wir liefen noch zu den Bootsanlegestellen, wo man verschiedene Touren mitmachen oder sich einfach ein Kanu ausleihen kann, um die Everglades auf eigene Faust zu erkunden. Auch hier entdeckten wir in der Ferne wieder etwas was aussah wie ein Alligator oder war es doch nur ein Stein oder gar eine Attrappe? Nein, es  war eines der wenigen hier vorkommenden Salzwasserkrokodile. Diese Tiere liegen fast noch regungsloser herum als Alligatoren. Mein Göttergatte fragte dann jemanden, der meinte, dass es echt ist.

Wir beobachteten noch eine Weile einen Reiher, der in Seelenruhe in unserer Nähe stand. Er hatte leider in unserer Anwesenheit nichts gefangen. Er hat es versucht und ein paarmal ins Wasser geschnappt, aber erfolglos. Fasziniert beobachteten wir trotzdem, wie er sich von groß, schlank und grazil in einen kleinen kurzen Bausch verwandeln kann.

 

Auf dem Rückweg hielten wir nochmal bei „Robert is here“. Wir nahmen uns zwei Milchshakes mit und wir ließen uns von einem Mitarbeiter eine Mango aufschneiden.

Am Motel angekommen nahmen wir was Kleines zum Abendbrot ein, was im Grunde aus dem gekauften Obst bestand, weil wir gar keinen großen Hunger hatten. Mein Göttergatte sprang dann nochmal in den Pool um sich zu erfrischen.

Das war auch schon unser Tag. Es dämmerte, wir schauten noch ein bisschen Fern und legten uns dann schlafen.

Unterkunft: Travelodge Florida City

Temperaturen: 29° C

Gefahrene Meilen: ca. 102

Weiter – Easy Rider…

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