[Reise] Walking the River

Endlich eine Abkühlung! In der Nacht zuvor ging ein kräftiges Gewitter über der Umgebung von Clearwater runter. Das hatte zur Folge, dass es heute Morgen ein wenig kühler war. Trotzdem schliefen wir in Ruhe aus. Das hatte allerdings zur Folge, dass wir an ein stark geplündertes Frühstücksbuffet kamen, von dem wir nur noch die Reste zusammenklauben konnten, da bereits damit begonnen wurde die Reste zusammenzupacken. Dieses spärliche Frühstück sättigte nicht so wirklich, aber wenigstens mussten wir nicht mit leerem Magen starten. Wir stürzten uns in den morgendlichen Berufsverkehr in Richtung Tampa. Trotzdem kamen wir gut voran und erreichten bald Downtown Tampa. Wir fanden einen guten Parkplatz und wanderten zum Anfang des Tampa River Walks.

Nach kurzer Zeit kamen wir an einem kleinen Mahnmal zu Ehren der im Dienst getöteten örtlichen Polizisten und Soldaten vorbei.

Danach schlängelte sich der Weg dann entlang des Ufers des Hillsborough Rivers vorbei am Marriott Hotel und dem dazugehörigen kleinen Yachthafen.

 

Über dem Fluss drehten allerlei Möwen und Pelikane ihre Runden. In der Ferne tauchte auch mal kurz die Rückenflosse eines Delfins auf, aber blieb dann verschwunden. Auch das Segelschiff blieb in der Ferne, da wir keine Lust auf den großen Umweg hatten, den der Besuch verlangt hätte.

Wir setzten unseren Weg auf dem River Walk fort. Der Weg ist großzügig angelegt und immer wieder wurden wir von Joggern und Radfahrern überholt, die das schöne Wetter  für ihr morgendliches Workout nutzten. Wir gingen unter den vielen Brücken, die den Hillsborough River überspannten, hindurch. Bald tauchten auch die Hochhäuser von Downtown Tampa wieder auf.

Aber die Anzahl der Brücken nahm kein Ende. Viele der Brücken sind als Zugbrücken ausgelegt, da erst die neueren Brücken so hoch gebaut wurden, dass auch kleinere Segelboote diese ohne Probleme durchqueren können.

Überhaupt konnte man auf dem Fluss mit allerhand Gefährten herumdüsen. Von Tretbooten, Kajaks über Jetskis bis hin zu kleinen Motorbooten konnte man mieten und seine Runden über den Fluss drehen.

Inzwischen hatten wir einen großen Teil des River Walks hinter uns und erreichten einen Teil, der nicht mehr am Ufer, sondern auf einer Brückenkonstruktion direkt über dem Wasser verlief. Bei Nacht leuchten diese schattenspendenden Zelte in jeder Menge bunter Farben. Hier sahen wir auch eines der vielen Pirate Water Taxis. Aber statt einzusteigen, blieben wir an Land und setzten den Weg zu Fuß fort.

Am anderen Ufer des Flusses sahen wir die silbernen Türmchen der University of Tampa im Sonnenlicht glitzern. Auf den Grünflächen und zwischen den Palmen waren viele Studenten die sich in Hängematten oder auf dem Rasen fleißig auf Vorlesungen und Seminare vorbereiten.

Wir legten den Rest des Weges über dem Fluss zurück und errichten den Curtis Hixon Waterfront Park. Viel war hier nicht los, denn zur Mittagszeit suchten die meisten Menschen Restaurants auf um sich zu stärken. Wegen des spärlichen Frühstücks knurrten auch unsere Mägen, weshalb auch wir beschlossen den River Walk kurz links liegen zu lassen und uns in einer der Seitenstraßen etwas zu Futtern zu suchen. Frisch gestärkt wanderten wir vorbei am Tampa Museum of Modern Art zurück zum River Walk.

Es mir immer noch ein Rätsel wie man, selbst im Namen der Kunst, ein Auto so sehr verunstalten kann. So gingen wir schnell weiter und erreichten bald die Zugbrücke, die wir schon den ganzen Vormittag im Auge hatten.

Als wir der Brücke näher kamen, dämmerte uns, dass diese Brücke nicht mehr genutzt wird. Denn wir sahen sie den ganzen Vormittag über im geöffneten Zustand. Nun sahen wir auch, dass die Gleise, die zu der Brücke führten schon lange nicht mehr genutzt wurden.

Der letzte Abschnitt des River Walks war eher unspektakulär. Ein paar Künstlerstatuen am Wegesrand, ein paar Kunstinstallationen und Sitzbänke führten bis zum Ende des River Walks im Water Works Park. In diesem kleinen Park befanden sich eine Bühne und ein Restaurant, sowie jede Menge schattenspendende Bäume. Wir überlegten kurz eines der Wassertaxis für den Rückweg zu nehmen, aber entschieden uns dagegen, da wir sonst anderthalb Stunden auf das nächste Taxi hätten warten müssen. So drehten wir eine kleine Runde durch den Park und entdeckten eines der in Florida allgegenwärtigen Warnschilder für Alligatoren.

Wir schmunzelten wegen der witzigen Aufmachung des Bildes und während wir noch darüber witzelten wie groß denn die Alligatoren in Tampa sein mögen, wurde unsere Frage prompt beantwortet.

Scheinbar gut gesättigt ließ sich der Kleine nicht von uns stören und sonnte sich gemütlich auf dem Bootsanleger. Danach machten wir uns auf den Rückweg und schlenderten gemütlich zurück zum Auto. Dabei kamen uns immer noch so viele Jogger entgegen, das wir bei dem ein oder anderen versucht waren freundlich zu grüßen.

Der Rückweg zum Hotel war schnell zurückgelegt. Dort schrieben wir noch ein paar Postkarten und machten uns dann auf den Weg zu einer Post und anschließend zum Essen. Naja, dachten wir…

Zur Post kamen wir leider nicht, da die Polizei um diese herum weiträumig abgesperrt hatte. Was passiert war konnten wir nicht erkennen und auch aus den Lokalnachrichten nicht erfahren. Also fuhren wir direkt zum Restaurant in dem wir essen wollten. Leider entpuppte sich dieses als Fast Food Restaurant, was wir eigentlich vermeiden wollten. Tja, nochmal Pech, etwas enttäuscht fuhren wir zur Alternative zwei zum Abendbrot. Leider war diese scheinbare Pizzeria nur ein Lieferdienst. So langsam wurde es nervig. Der Feierabendverkehr kam wegen der naheliegenden Baustelle nämlich auch nicht recht voran. Aber aller guten Dinge sind drei. Wir hielten auf dem Parkplatz eines italienischen Restaurants. Hungrig traten wir ein und wollten schon wieder gehen. Nein, nicht weil es so voll, oder laut war, sondern weil keiner da war. Wir vermuteten, dass sie noch nicht geöffnet hatten, oder dabei waren zu schließen, doch schon eilte ein Platzanweiser herbei und bot uns freie Platzwahl. Ein wenig skeptisch suchten wir uns einen Fensterplatz. An der Bar saßen (vermutlich) der Chef und seine Kumpanen und quasselten fröhlich auf italienisch vor sich hin. Unser junger Kellner, vielleicht ein Neffe des Bruders vom Chef, sah ein wenig verschlafen auf, aber brachte uns schnell unsere Essen. Für die Prinzessin gab es eine Lasagne und für mich Spaghetti mit Meatballs, also Fleischbällchen. Wobei Bällchen ein wenig untertrieben war. Es waren schon eher leckere Fleischbälle.

Während des Essens trudelten dann doch noch einige Gäste ein und kurz darauf wurde Lokalweit eine Runde Trivial Pursuit gestartet. Wir hielten uns gepflegt im Hintergrund und hörten zu als es in der ersten Runde um englische Literatur und Kunst ging. In der zweiten Runde kam dann Sport und Geografie dran. Fragt nicht wer die Kombinationen zusammengestellt hat. Die erste Frage konnten wir sicher beantworten als es um den schnellsten Mann der Welt ging: den jamaikanischen Blitz. Auch die zweite Frage stellte keine Hürde für uns dar. Unsere amerikanischen Tischnachbarn brachte sie allerdings ein wenig ins Schwitzen woraufhin wir uns entschlossen ihnen die Lösung zur Frage, in welchem Land denn die Donau entspringt, zu verraten. Als wir ein wenig ungläubig angesehen wurden, bestätigten wir, dass wir aus Europa sind, woraufhin die Antwort aufgeschrieben wurde und eingereicht wurde. Wir verabschiedeten uns, wünschten noch viel Glück und fuhren zurück ins Hotel.

Dort sortierten wir ein paar Bilder und blieben an einem Bild irgendwie hängen. Es beschäftigte uns noch eine Weile bevor wir einschliefen:

Eine Antwort fanden wir aber nicht. Vielleich wisst Ihr, liebe Leser, ja warum an der Howard W. Blake High School fast keine Fenster sind?

 

DER gÖTTERGATTE

 

Unterkunft: La Quinta Inn & Suites

Temperatur: ca. 22° C

Gefahrene Meilen: ca. 42

Weiter – Gone with the Wind

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