[Reise] Gone with the Wind

Heute kamen wir rechtzeitig zum Frühstück und konnten uns für den Tag stärken. Wir planten einige Strände zu besuchen. Jedoch nicht zum beachen und baden, denn wir sind nicht wirklich die Typen für stundenlanges sonnen und nur so rum liegen. Wir wollten uns die Strände anschauen und spazieren gehen. Es soll ja in diesem Bereich unter anderem der schönste Strand der USA dabei sein. Wir waren gespannt. Das Wetter war dieses Mal mit 25°C etwas frischer als die Tage zuvor. 25°C – frisch? Werdet Ihr Euch jetzt fragen. Nunja, für den Göttergatten natürlich genau die richtigen Temperaturen. Für mich an sich auch, aber es ging auch sehr starker Wind, da wurde es das eine oder andere Mal doch etwas kühler und ich musste mir mein Jäckchen über ziehen.

Wir fuhren mit unserem Auto durch Saint Petersburg über den Pinellas Bayway zum Pass-a-Grille Beach. Hier gefiel es uns zwar schon sehr gut, aber wir verbrachten nur etwa eine Stunde hier, denn wir wollten ja noch weiter. Der Naturstrand an der südlichsten Spitze ist mit einer der schönsten Strände die wir besucht haben. Hier gab es Unmengen an Muscheln. Auch einen Seestern haben wir entdeckt. Wir waren ziemlich früh dort, deshalb war es noch ruhig und nicht viel los. Es waren aber  einige Muschelsammler unterwegs. Am Badestrand um die Ecke war noch nichts los, nur einige Spaziergänger waren unterwegs.

Auf der anderen Seite, die wir in einigen Minuten zu Fuß erreichten, war der Pass-a-Grille Dogbeach. Auch hier waren noch wenige Menschen (und Hunde) unterwegs. Genauer gesagt nur ein Hund lief den Strand entlang. Und eine Familie mit einem kleinen Mädchen, die meinen Göttergatten fragte, ob er vielleicht ihr verloren gegangenes Sandspielzeug gesehen hat. Er musste leider verneinen, versprach aber die Augen offen zu halten. Und so lief das Mädchen weiter. Das Spielzeug jedoch blieb verschwunden.

Wir fuhren weiter Richtung Norden den Gulf Bldv entlang und machten Halt am Treasure Island Beach. Dies ist ein großer öffentlicher Strand. Wir mussten eine ganze Weile laufen bis wir endlich an das Wasser kamen, so breit war der Strand. Viele Leute lagen nicht an dem schönen weißen Strand, es war ja auch ziemlich windig. Ich glaub egal was man hingelegt hätte, es wäre weggeflogen. In Kombination mit dem leuchtend blauen Himmel ergab dieser Strand eine wunderschöne Kulisse. Einfach Traumhaft.

Unsere Weiterfahrt nach Norden war etwas schweigsam. Wir hatten zwar noch ein paar Tage vor uns, aber irgendwie waren wir doch schon etwas traurig, dass das Ende bald nahte. Wir wussten noch nicht, was uns auf der Fahrt, den Inselstreifen entlang, erwartete, wir hatten nichts Konkretes geplant, sondern wollten schauen was sich ergibt. Wir fuhren über den Johns Pass und entdeckten kurz nach der Brücke reges Treiben am Ufer. Also bogen wir rechts ab und suchten uns einen Parkplatz. Wir fuhren an kleinen Geschäften vorbei und die Parkplatzsuche erwies sich als gar nicht so einfach. Da wussten wir schon, hier ist einiges los, hier gibt es bestimmt was zu sehen. Wir fanden einen Parkplatz und checkten dann relativ schnell, dass wir uns in „Johns Pass Village and Boardwalk“ befanden. Noch nie was von gehört, aber wie gesagt, wir hatten auch vorher wenig über diesen Inselstreifen recherchiert. Hier gab es viele kleine Geschäfte und auf dem Boardwalk gab es ein Restaurant an dem anderen. Man konnte hier viele Bootstouren mitmachen und sich in verschiedenen Wassersportarten versuchen. Kurzum man konnte hier viel entdecken und viel erleben. Wir spazierten durch das kleine „Village“, aßen etwas zu Mittag und liefen dann noch einmal die Brücke hinauf, denn von dort hatte man einen tollen Blick auf Johns Pass und den Boardwalk.

Im Anschluss führte uns unser Weg ein ganzes Stück nördlicher zum Sand Key Park. Zumindest das war ein Stückweit „geplant“, denn als wir in Florida City mit unserem Motelnachbarn plauderten, empfahl er uns dort mal vorbei zu schauen. Wir warfen einen Blick auf den Sand Key Beach. Hier sieht man auch, dass es etwas frischer war, denn die Rettungsschwimmerin rannte nicht etwa im Badeanzug umher, sondern war in einen dicken Pulli und lange Hosen eingemummelt.

Wir spazierten nun durch den Park und mein Göttergatte suchte ein paar Geocaches. Ich genoss derweil die Ruhe im Park. Hier standen in einigen Metern Abstand immer mal Hollywoodschaukeln. Hier ließ es sich aushalten.

Nun war es schon später Nachmittag. Wir besuchten jetzt selbstbezeichnend den schönsten Strand der USA, den Clearwater Beach. Wir fanden recht schnell einen Parkplatz und liefen zum Strand. Uns ist aufgefallen umso nördlicher wir kamen desto feiner und weißer wurde der Sand. Was zwar sehr schön aussieht, aber mit Wind echt nervig sein kann. Die Sandkörner flogen uns ins Gesicht, die Augen tränten und es knirschte in den Zähnen. Nichtsdestotrotz spazierten wir zum Pier und liefen etwa bis zur Mitte der Seebrücke. Das Weiterlaufen hätte uns ein bisschen Geld gekostet, nicht viel, aber wir fanden, dass wir schon von hier einen super Blick auf die Nobelhotels von Clearwater Beach hatten. Deshalb verzichteten wir und drehten wieder um. Der Wellengang war sehr hoch, trotzdem war hier sehr viel mehr los. Dieser Strand scheint sehr beliebt zu sein. Schön war es hier definitiv, aber wir mögen es lieber ruhiger.

Schon gegen 17:30 Uhr aßen wir bei „Extreme Pizza“ zu Abend und machten uns dann auf den Weg zurück zum Hotel. Mein Göttergatte sprang nochmal in den Pool bevor wir ins Bett gingen. Am nächsten Tag wollten wir schon zeitig aus den Federn, denn wir hatten einen weiten Weg vor uns und tolles vor.

Unterkunft: La Quinta Inn and Suites

Temperaturen: 25°C, Sonnenschein, windig

Gefahrene Meilen: ca. 60

Weiter – Einmal Hollywoodluft schnuppern

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