[Reise] Einmal Hollywoodluft schnuppern

Die vergangene Nacht war unsere letzte an der Westküste Floridas. Nach einem typischen Motelfrühstück checkten wir aus unserer Unterkunft aus und begaben uns Richtung Osten. Wir waren sehr früh dran, sodass wir über der Skyline von Tampa die Sonne aufgehen sahen. Ein wirklich traumhaftes Bild, wenn auch nur ich es genießen konnte. Mein Göttergatte hatte eher zu tun nicht auf den Vordermann zu fahren, da es ihn stark blendete und die Fahrbahnmarkierungen kaum zu sehen waren.

Wir hatten heute aufregendes vor, unser Ziel sollte Orlando sein. Und nach einigen Überlegungen haben wir uns doch dazu entschlossen die Universal Studios zu besuchen. Warum wir überlegt haben, fragt Ihr euch? Tja, hauptsächlich des Preises wegen. Versteht mich nicht falsch, wir sind keine Geizhälse oder so und gerade im Urlaub leben wir nicht auf Sparflamme, denn man ist ja nur einmal hier (vorerst). Aber bei den Preisen haben uns doch die Ohren geschlackert. Zuerst einmal überhaupt Preise im Internet zu finden war schon etwas schwierig. Es gab da hauptsächlich Pakete mit mehreren Tagen und mehreren Parks, da blickt man ja schon gar nicht mehr durch. Aufgrund unserer Reiseplanung hatten wir jedoch tatsächlich nur einen Tag, der uns zur Verfügung stand, deshalb war unser Paket „Ein Tag – Ein Park“. Eigentlich ganz einfach. Als wir dann den Preis gefunden hatten, überlegten wir noch ein wenige hin und her, nur um uns am Ende doch wieder zu sagen: „Wenn wir schon man da sind, …“

Also auf ins Vergnügen!

Wir kamen recht gut durch und standen relativ flott an den beiden Parkhäusern. Nicht das hier einer annimmt man könnte dort kostenlos parken, nein, nein, weit gefehlt. Auch hierfür 20$ extra. Na das hatten wir dann auch noch. Per Einweiser wurden wir auf einen Parkplatz geführt und liefen dann den Massen hinterher. Und mit Massen meine ich auch Massen. Es war Zehn Minuten vor Parköffnung und meine Blauäugigkeit wir könnten mit die ersten sein, löste sich in Luft auf. Einige werden sicherlich lachen, aber ich hatte tatsächlich keine Vorstellungen. Ich muss aber sagen, es lief hier alles geordnet ab und war für die Massen super geregelt, ich war fasziniert. Das war wahrscheinlich auch der Grund, warum dann alles relativ schnell ging. Die Sicherheitskontrolle passierten wir in Nullkommanichts und dann liefen wir einen langen Gang entlang und kamen zum Eingang des Vorplatzes, dem Universal Walk.

Hier kann man schon ohne Eintrittsgeld eine Menge erleben und seine Zeit vertreiben. Hier gab es ein Kino, viele Shops, Cafés und Restaurants. Und von hier hat man natürlich auch den tollen Blick auf die berühmte Universalkugel. Die musste natürlich fotografiert werden – von ALLEN!

Wir liefen noch über eine kleine Brücke und danach kam auch schon der Eingang der Universal Studios. Wir kauften uns die Karten und trauerten kurz den vielen Dollar hinterher. Aber nur kurz.
Ich möchte jetzt gar nicht jede einzelne Ecke im Park erläutern, da werde ich gar nicht fertig.
Hier nur kurz:

Der Park war sehr beeindruckend, riesig, spektakulär. Alles war super gut organisiert, einfach toll. Wir verbrachten den ganzen Tag in dem einem Park und haben wahrscheinlich noch lange nicht alles gesehen. Wir schauten uns die Kulissen einiger Kultserien (z.B. The Simpsons), verschiedener Filme (MIB, Harry Potter) und toller Städte (San Francisco, New York City) an und machten bei verschiedenen Fahrgeschäften mit (MIB Alien Attack, Transformers The Ride 3D, Revange of the Mummy). Außerdem traten immer mal andere Straßenkünstler auf, die Wahnsinnsshows hinlegten. Lange schauten wir einigen Akrobaten zu und später noch „Bauarbeitern“, die mit ihrem Arbeitsequipment coole Musik machten (erinnerte ein bisschen an Stomp).

Mein Fazit: Es war zwar teuer (man bezahlt ja nicht nur den Eintritt, sondern drinnen auch noch Essen und Getränke und man will sich ja auch in den unzähligen Souvenirshops noch was kaufen), aber es war wirklich ein toller Tag, den man so schnell nicht vergisst. Es ist auf alle Fälle ein Erlebnis wert.

Am Universal Walk lag noch das Hardrock Café, da musste ich mir natürlich noch was besorgen und an einen der unzähligen Stände hab ich mir noch ein paar Giraffenkniestrümpfe gekauft. Als Giraffenfan ein Muss.

Wir checkten dann am Abend in unser Hotel, dem Rosen Inn International am International Drive ein. Doch der Tag war noch nicht zu Ende. Wir spazierten den International Drive Richtung Süden bis zum Coca-Cola-Orlando Eye. Auf dem Gelände aßen wir noch im Yard House zu Abend, wobei mein Essen überhaupt nicht geschmeckt hat. Naja, kann ja mal passieren. Nach dem Essen liefen wir zum Orlando Eye, es dämmerte schon. Wir zahlten und beschlossen mit einem kleinen Aufpreis im Anschluss noch ins nebenanliegende Madame Tussauds zu gehen. Nach einer Sicherheitskontrolle und einiger Zeit in der Warteschlange kamen wir mit drei anderen Pärchen in eine Gondel. Es war, wie soll ich es sagen… extrem schmalzig. Es lief romantische Musik und die anderen Pärchen schmusten und schmiegten sich aneinander, tranken ihr Sektchen und schauten sich verträumt  das nächtliche Orlando an. Sie plauderten kurz miteinander, aber sonst war Stille. Irgendwie *kotz,würg*. Versteht mich nicht falsch, mein Göttergatte und ich, wir lieben uns auch innig, aber wir sind absolut nicht so die romantisch-verträumten Typen und fühlten uns deshalb ein bisschen fehl am Platz. Da wären wir doch lieber mit der indischen Großfamilie hinter uns in eine Gondel gegangen. Aber nun gut, es war nun mal wie es war. Und so schauten wir uns das Lichtermeer Orlandos von oben an, was im Übrigen trotz alledem wirklich toll war.

Im Anschluss besuchten wir noch das Wachsfigurenkabinett. Wir wurden hier verfolgt von zwei Freundinnen, lasst sie mal so 20 Jahre alt gewesen sein, die ihren Spaß mit den Figuren hatten. Sie schmissen sich vor Allem an die gutaussehenden männlichen Exemplare. Aber irgendwie waren die beiden lustig drauf und sehr sympathisch.

Wir warfen noch einmal einen Blick zurück und konnten das Orlando Eye in seiner ganzen Lichterbracht bewundern.

Der abendliche Spaziergang zurück zum Hotel hat uns gezeigt, dass hier so spät noch eine ganze Menge los ist und für einige die Nacht erst anfängt. Für uns jedoch ging ein toller Tag zu Ende. Wir fielen ins Bett und schliefen sofort ein.

Unterkunft: Rosen Inn International

Temperaturen: 25°C, sonnig

Gefahrene Meilen: ca. 94

Weiter – To boldly go…

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4 Gedanken zu “[Reise] Einmal Hollywoodluft schnuppern

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