[Reise] Frische Prinzessin allein auf Reisen Tag 4 – Rom

Gegen 8:00 Uhr legten wir in Civitavecchia, Italien an. Heute steht Rom auf eigene Faust auf dem Plan. Die Tickets dafür hatte ich schon am Anreisetag auf meiner Kabine liegen. Ich buchte den Ausflug im Voraus. Jeder aus unserer gegründeten AIDA-Gang hatte etwas anderes geplant. Christina und Bärbel hatten beide andere Ausflüge gebucht, Manu und Martin blieben auf dem Schiff.
Voller Motivation war ich in den Tag gestartet. Mein erster Gang war wieder das Außendeck ganz oben um zu schauen wo wir angelegt haben und wie die Aussicht ist. Der Blick an sich war diesmal nichts besonderes. Aber die morgendliche Ruhe auf dem obersten Deck ist angenehm und befreiend. Ich setzte mich auf einen Liegestuhl und genoss die Stille.

 

Verabredet zum Frühstück waren wir diesmal nicht bewusst. Christiana war schon unterwegs. Ich stieß im Weite Welt Restaurant kurz auf Bärbel. Wir tranken noch einen Kaffee zusammen, bevor sie zu ihrem Ausflug startete. Die anderen schliefen noch. Ein bisschen habe ich sie darum beneidet. Nach dem Frühstück schnappte ich meinen Rucksack, packte mir ein kleines Lunchpaket auf Deck drei zusammen (die belegten Brötchen waren übrigens sehr lecker) und stiefelte zu meinem Bus, der mich nach Rom bringen sollte. Von der netten AIDA-Mitarbeiterin vor den Bussen wurde ich gefragt, ob „wir zu zweit sind odernoch mehr kommen“, ich sagte: „Nein, ich bin einsam und allein unterwegs“. Nach einem kurzen mitleidigen Seufzer, meinte sie nur, dass das ja manchmal sogar besser ist. So kann ich doch alles selbst entscheiden. Oh wie wahr. 🙂 Mein geplanter Ausflug Rom auf eigene Faust sah wie folgt aus: Mit dem Bus wurde ich in die Innenstadt befördert, dort hatte ich fünf Stunden Zeit, Rom zu erkunden, dann würde der Bus mich wieder zum Schiff bringen. Klingt simpel, war es auch, aber anstrengend. Diese Wärme… fast unerträglich, Ich hatte mich des Öfteren auf eine Liege auf das Schiff gewünscht.

Rom hatte ich vor einigen Jahren schon mal besucht (klicke Hier). Da hatte es viel geregnet und ich konnte noch nicht so richtig sagen, ob mir die Stadt nun gefällt oder nicht. Am Ende diesen Tages konnte ich definitiv eine Antwort geben. Dazu aber später mehr.

Im Bus wurden wir mit einer Karte Roms ausgestattet und uns wurde die gesamte Hinfahrt erzählt, welche Wege wir gehen könnten oder was wir machen könnten. Die Reiseführerin hat allerdings sehr anstrengend gesprochen. Mir und meiner Sitznachbarin ging das irgendwann schon ganz schön auf die Nerven. Sie hat auch gar nichts weiter erklärt, einfach nur gesagt, welche Straßen wir entlanglaufen müssen um zu Punk A, B, C,…  zukommen. Das hätte sie sich auch sparen können, wir hatten ja die Karte. Sie versorgte uns aber noch mit ein paar wichtigen Hinweisen zum Aufenthalt, bevor wir ausstiegen und gemeinsam zum Sammelpunkt liefen, wo wir uns dann nach fünf Stunden wiedertreffen wollten. Jetzt konnte es also los gehen.

Ich habe schon wieder ganz schön um den heißen Brei geschrieben und möchte gar nicht so sehr ins Detail gehen, wo genau ich wie und wann langgelaufen bin. Ich füttere Euch lieber mit Fotos und schreiben so kurz wie möglich wo ich jeweils gelandet bin.

Der Ausgangspunkt war Piazza del Popolo.

Hier startete mein Rundweg und ich lief den Weg nach oben auf dem Monte Pinco, von wo man einen tollen Blick über Rom hat. Hier probierte ich im übrigen das erste und letzte Mal meinen zuvor erworbenen Selfiestick aus. Also ganz ehrlich, das ist nichts für mich. Ich kam damit gar nicht klar und ich kam mir auch total dämlich vor. Ich habe ihn wieder weggesteckt und es einfach gelassen. 🙂

Nächster Halt war Trinità dei Monti gefolgt von der Scalinata di Trinità dei Monti, der berühmten Spanischen Treppe. Auch wenn es verboten ist, in größeren Gruppen auf öffentlichen Plätzen in Rom zu picknicken und sogar mit hohen Geldbußen geahndet wird, interessierte das hier keine Sau. Zumindest auf der Schattenseite sah man die Treppe vor lauter Menschen nicht. Obwohl das damals noch schlimmer war, weil dasWetter zwar schön, aber es nicht so heiß war. (Foto)

NextPoint: Fontana di Trevi. Da habe ich mich ja am allermeisten gefreut, da er während unseres letzten Besuches restauriert wurde und deshalb eingezäunt war. Ich war jedoch maßlos enttäuscht. Da waren ja Menschenmassen, also wirklich Massen. Gut, da kann der Brunnen selber ja nichts dafür. Sicherlich, das was ich von dem Brunnen gesehen habe ist baulich durchaus spektakulär, aber dort zu sein hat keinen Spaß gemacht. Nachdem ich mich da irgendwie durchgezwängt habe und mich mal auf einem freien Plätzchen zum Luft holen niedergelassen habe, wurde mir auch schon ganz selbstverständlich eine Kamera in die Hand gedrückt mit der Bitte eine gefühlt 20 Köpfige indische Familie zu fotografieren. Also hier musste ich wieder weg, da bekam ich ja Platzangst.

Nachdem ich Piazza Navona einen Besuch abgestattet hatte, verkrümelte ich mich dann in kleinere, typische italienische Gassen. Hier herrschte angenehmes Flair und ich spazierte in ruhiger Atmosphäre die schmalen Straßen entlang bis zum Tiber, dem mit am bekanntesten Flusses Italiens.

Über die Ponte Sant’Angelo kam ich zum Castel Sant’Angelo. Ich habe mir ein Schattiges Plätzchen gesucht und mein Lunchpaket gegessen. Es war hier definitiv ruhiger als auf der anderen Seite des Tibers.

Bevor ich mich wieder auf die andere, touristisch vollere Seite der Tibers wagte, lief ich noch an dem spektakulären Gebäude des obersten Gerichtes vorbei.

Auf der turbolenten Seite wieder angekommen, setzte ich mich in ein Café und genoss einen italienischen Cappucchino und ein Stück Kuchen und machte mich dann so langsam wieder zum Ausgangspunkt. Ich lief an einem Legostore vorbei und wagte es den Römer aus Legosteinen zu fotografieren. Ich wurde gleich ermahnt ich solle keine Fotos schießen. Zu spät. Ich fand den Römer sehr gelungen. Fasziniert mich immer wieder was man alles aus den kleinen Legosteinen erschaffen kann.

Am Piazza del Popolo angekommen wurden wir wieder zu unserem Bus geführt.

Die Reiseführerin sagte dann, dass wir ja bestimmt alle geschafft seien und sie uns in Ruhe lassen würde, damit wir uns ausruhen könnten. Meine Sitznachbarin und ich schauten uns nur an und murmelten beide Gott sei Dank.

Mein Fazit zu Rom: Die Gebäude sind schon spektakulär, das konnte ich schon von der letzten Reise sagen. Aber ansonsten finde ich es einfach nur dreckig, vermüllt und zu viele Touristen. Das hat mein Bild von Rom kaputt gemacht. Dazu war es noch so warm, dass mich einfach nur noch alles nervte. Ich werde Rom so bald bestimmt nicht nochmal besuchen.

Zum Abendessen verabredeten wir uns wieder im Weite Welt Restaurant, das geht immer. Martin brachte noch einen jungen Arzt mit, den er am Vorabend beim Ausländertreff kennengelernt hat. Cagatay hat unsere Alleinreisenden-Gruppe vervollständigt und war ab sofort mit uns unterwegs. Bärbel hatte auch so ihre Schwierigkeiten damit Gefallen an Rom zu finden, auch sie fand das dreckige und volle Rom unangenehm. Ein Pärchen an unserem Tisch war froh, bei den Temperaturen ihren Ausflug abgesagt zu haben. Wir überlegten tatsächlich unsere Ausflüge für den nächsten Tag auch zu canceln, da wir die Zeit miteinander verbringen wollten. Deswegen würde ich nächste Mal lieber keine Ausflüge vorher buchen, sondern eher etwas mit anderen Alleinreisenden unternehmen. Sofern bei meiner nächsten Alleinreisen wieder so eine super Truppe zusammenkommt. 🙂 Kurzfristig kann man ja immernoch etwas buchen. Für den nächsten Tag hatte ich aber Glück, Manu hat zufällig die gleiche Tour für den nächsten Tag gebucht. Somit konnten wir den nächsten Tag gemeinsam verbringen.

Die AIDA-Stars haben heute keine Show abgeliefert. Dafür schauten wir uns den Anfang der Wer wird Millionär Show an, die im Theatrium stattfand. Lange blieben wir da aber nicht. Wir wollten das Rockkonzert Born to be wild mit der Live-Band Correcto im Beachclub nicht verpassen. Der Tag endete lustig und stimmungsvoll.

 

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