[Nähecke] Strandkleid

Heute möchte ich Euch mein Strandkleid aus dem schönen Bio Sommerjersey, bedruckt mit fallenden Federn, zeigen. Der Stoff ist vom letzten Sommer und war sehr beliebt. Relativ schnell füllten sich Instagram und verschiedene Blogbeiträge mit den unterschiedlichsten Designbeispielen. Der Stoff liegt schon eine ganze Weile bei mir zu Hause, aber ich tat mich ein bisschen schwer etwas passendes daraus zunähen. Leider hatte ich nämlich ein bisschen zu wenig davon bestellt und konnte mir manche Idee einfach mal abschmatzen, weil mir immer ein Stück Stoff fehlte. Und mit anderen Stoff kombinieren? Ne, das wäre in diesem Fall irgendwie blöd. Kurz vor unserem Urlaub kam mir dann die Idee zu einem kurzem Neckholder Kleid. Da brauch man ja gar nicht soooooo viel mehr Stoff. Und es ist mir doch ganz gut gelungen.

Die Vordere Mitte habe ich ein bisschen höher zugeschnitten und einmal gesäumt. Dann hab ich als Eyecatcher einen großen Silberring als Verbindung von Kleid und dem Band, welches am Nacken zusammengebunden wird, gewählt.

Hinten habe ich ein Tunnelzug genäht und ein Gummiband eingenäht, damit es nicht rutscht.

Das Kleid ist sehr bequem und für heiße (Strand)tage perfekt. Ich mag es sehr.

Entstanden sind die Fotos am eigenen Strandabschnitt der Edgewaterlodge in Layton auf Long Key und im Long Key State Park. ([Reise] Takin‘ it slow)

[Nähecke] Urlaubskleid I

Vor dem Urlaub war großes Nähen angesagt. Denn für unsere Floridareise brauchte ich noch ein paar hübsche Sommerkleider und kurze Sachen. Ich möchte Euch natürlich noch zeigen was alles entstanden ist. Der Urlaub bot eine perfekte Kulisse um meine hergestellten Sachen zu präsentieren.

Ich beginne mit einem Sommerkleid aus leichtem Viskosestoff.

Den Schnitt habe ich aus einem vorhanden Kleid abgekupfert. Unter der Brust habe ich einen Gummizug eingenäht, damit eine Raffung entsteht. Die Schultern habe ich ein bisschen breiter geschnitten und den Saum umgenäht.

Den Rockteil habe ich knielang und leicht ausgestellt zugeschnitten, dadurch fällt er locker und leicht am Körper herab.

Am Halsausschnitt habe ich mit einem Beleg gearbeitet. Ich wollte einen kleinen Rückenausschnitt, damit man mein Tattoo sehen kann (Ihr wisst, ein schöner Rücken kann auch entzücken). Deshalb habe ich den Auschnitt hinten größer gewählt als vorne. Da der Stoff jedoch etwas weich und flutschig ist, rutschte er immer an den Schultern runter. Deshalb habe ich am Rückenausschnitt mit zwei Bändern gearbeitet, die ich zu einer Schleife binden kann. Eine sehr hübsche Lösung wie ich finde.

Das Muster kann man auf dem Bild gar nicht so richtig erknnen. Es sind kleine Tänzerinnen. Ich finde das Muster passt sehr gut zum Kleid.

Entstanden sind die Fotos am Strand im schönen Key West und auf unserer Veranda in der Edgewaterlodge während des Sonnenuntergangs. ([Reise] On the Road)

[Reise] Time to Say Goodbye

Unsere letzte Nacht auf amerikanischen Boden geht zu Ende. Wir sprangen früh aus den Federn. Da unser Motel ja nur einen Block vom Strand entfernt lag und wir dazu noch an der Ostküste Floridas waren, wollten wir zum Strand laufen und den Sonnenaufgang genießen. Wir machten uns also auf den Weg. Es war noch etwas frisch. Der Strand war wie leergefegt. Nur ein paar einzelne Leute, die ebenfalls den Sonnenaufgang sehen wollten und ein paar Jogger waren unterwegs. Und natürlich gab es auch einen Mann, der seinen Metalldetektor über dem Sand hin und her schwang  und auf der Suche nach verlorengegangenen Schmuck oder Geld der Strandbesucher war. Da hat er so früh am Morgen ja noch gute Chancen was zu finden.  Aber von jungen Partymäusen die noch am Abend zuvor in Strandnähe umherstolzierten war nichts mehr zu sehen. Die werden wohl alle noch schlafen. Der Himmel war mit Wolken übersät, aber das Lichtspiel was sich uns bot, als die Sonne hinter dem Horizont hervorschaute war atemberaubend schön.

 

Wir genossen noch ein wenig die morgendliche Ruhe am Strand bevor wir Richtung Süden spazierten.

Wir wollten frühstücken, aber die ganzen Bars am Fort Lauderdale Beach Blvd öffneten erst um neun ihre Pforten. Als liefen wir den Las Olas Blvd stadteinwärts und überquerten eine Zugbrücke. Am Merle Fogg Park machten wir Halt, setzten uns auf eine Bank und hatten guten Blick auf die Zugbrücke und die Bucht. Wir konnten nun auch beobachten, wie die Zugbrücke geöffnet wurde und ein paar Segelboote durch fuhren.

Wir suchten uns nun am Ford Lauderdale Beach Blvd etwas zum frühstücken. Dafür machten wir Halt am Café del Mar. Wir saßen draußen und hatten zum Abschluss noch einen herrlichen Blick auf den Ozean.

Nach einem gemütlichen Frühstück machten wir uns wieder auf den Weg zurück zum Hotel. Wir luden die Koffer ins Auto und fuhren nochmal an einem Walmart vorbei, um letzte Besorgungen zu machen. Ich liebe ja diese Riesen Walmartdinger. Hier bekommt man einfach ALLES.

Dann fuhren wir Richtung Flughafen und gaben unser Auto zurück. Das verlief alles unkompliziert. Wir holten am Check-In Schalter unsere Tickets. Wir schwitzten wieder ein bisschen, weil ja auch auf unserem Rückflug das Problem des vertauschten Vor- und Nachnamens bestand. Aber wir hatten an unserem Schalter einen netten Angestellten, der selber vor einiger Zeit für zwei Jahre in Leipzig gelebt hat. Da hatten wir ja gleich Gesprächsstoff und das Ganze auf Deutsch. Mit unseren Tickets konnten wir dann, nach gefühlten 50 Passkontrollen vorzeigen, ins Flugzeug einsteigen. Wir starteten pünktlich in Miami und landeten ebenso pünktlich in Düsseldorf, wo wir nach zweieinhalb Wochen unseren Skoda wieder in die Arme schließen durften.

Das letzte geschossene Foto unserer Reise war übrigens bunt und noch am Flughafen in Miami entstanden:

Die Fensterscheiben waren mir schon am ersten Tag auf dem Hinweg aufgefallen, deshalb mussten wir sie zum Schluss noch fotografieren.

Das Wetter in Deutschland war sehr regnerisch und trüb. Da fiel uns das Ankommen noch schwerer. Es war früh um Sieben. Mein Göttergatte wollte nach dem, trotz das alles gut lief, anstrengenden Flug nicht noch die weite Strecke nach Leipzig zurück fahren und so haben wir in Wuppertal ein Zimmer gemietet und uns noch ein bisschen die Stadt angesehen. Naja, da gibt es jetzt nicht wirklich viel dazu zu sagen. Am nächsten Tag sind wir dann nach Leipzig zurück gefahren.

Nun war er vorbei, unser schöner Urlaub. Wir werden die nächsten Tage, nachdem wir nun durch das Schreiben des Reiseberichts die Reise quasi nochmal erlebt haben, ein Fazit geben.

Schön, dass ihr dabei wart!

Temperaturen: 20 – 25°C, bewölkt

Gefahrene Meilen: 33

[Reise] Von Flamingos, Pfauen und anderen Federtieren

Der letzte volle Tag brach an, das Wetter war warm, aber wechselhaft. Wir standen früh auf und aßen ein schnelles Frühstück bei Starbucks. Wir hatten heute die längste Autofahrt vor uns, etwa vier Stunden bis nach Fort Lauderdale. Wir brauchten tatsächlich die Zeit, wenn nicht sogar noch länger. Es war teilweise sehr stockender Verkehr, oder aber, wir sind von der Straße abgekommen, weil unser Navi nicht mehr mit neu angelegten Straßen übereinstimmte. Aber wir kamen an. Bevor wir Fort Lauderdale direkt ansteuerten machten wir Halt in dem kleinen Ort Davie. Hier besuchten wir Flamingo Gardens, einen botanischen Garten und Naturreservat.

Wir passierten den Eingangsbereich und begannen den Rundweg. Zu Beginn sieht man viele Bäume und Sträucher, hier und da mal ein paar Blumen. Es war noch recht unspektakulär.

Wir kamen nun an das Everglades Amphitheater.

Wir hatten Glück, es sollte gerade eine Show stattfinden. Und so setzten wir uns zu den anderen Gästen und lauschten einem Mitarbeiter der Anlage. Er stellte uns drei Tiere vor, die gerettet wurden, weil sie eine Verletzung hatten und in der Wildnis alleine nicht mehr überlebt hätten. Sie werden nun im Naturreservat aufgezogen und gepflegt.

Während wir uns die Show anschauten fing es an zu regnen. Wie gut dass der Zuschauerbereich überdacht war. Etwa 20 Minuten später, es hatte mittlerweile schon wieder aufgehört zu regnen, schauten wir noch die Eulen, Krähen, Falken und Adler in ihren Käfigen an.

Gleich daneben war der Eingang zu einer Vogelvoliere. Hier konnten wir einige bekannte Wasservogelarten Floridas ganz nah beobachten. Die Tiere waren alle zutraulich.

Im Anschluss liefen wir weiter bis zum hinteren Teil der Anlage. Dort stand ein hübscher Pavillon. Hier konnte man sich gut ausruhen. Auf dem Weg dorthin entdeckten wir einen Pfau. Wir fanden das total klasse und wünschten uns, dass er vielleicht ein Rad schlagen würde. Wir hatten aber keine große Hoffnung, da wir sowas noch nie erlebt hatten und ich wusste, dass man sich da auch ein Loch im Bauch warten kann. Es folgten auf einmal noch ein Pfau und noch einer, dann saß noch einer auf einem Baum, einer auf einem Schild, einer auf dem Dach, einer im Gras und vier spazierten um den Pavillon herum. Und weiter vorne waren noch weitere. Jetzt wurde uns auch bewusst, welche Tiere die ganze Zeit so einen Lärm machten. Und dann stolzierte auf einmal eine Pfauenhenne umher und einige Pfauenhähne schlugen ein Rad. Das war faszinierend. Wir haben noch nie so viele Pfauen gesehen, geschweige denn welche, die ein Rad schlagen. Das war für uns ein Highlight.

Der Rundweg führte noch vorbei an Ottern, die auf ihr Futter warteten, Schildkröten und Leguane, die gerade ihren Salat fraßen und Alligatoren, die so still lagen, dass ich überlegte, ob die überhaupt echt sind. Und wie ich so überlegte, öffnete einer langsam sein Maul und es sah aus, als würde er gähnen.

 

Ein Vogel klaute gerade etwas zu Futtern von einem Auto. Erwischt!

Zum Schluss kamen noch die Tiere, die dem Botanischen Gardens seinen Namen gaben, die Flamingos. Wunderschöne Tiere. Die Tierchen hatten schon gefressen und hielten gerade ihre Mittagsruhe. Wir beobachteten das Ganze von dem kleinen Café aus mit einem Eis in der Hand.

Wir liefen nun noch durch den Souvenirshop und nahmen einen Flamingo aus Blech für Papas Garten mit (Er hat sich sehr gefreut und der Flamingo schmückt jetzt das Blumenbeet im Garten). Im Eingangsbereich standen noch Käfige mit Papageien und Wellensittichen. So schöne bunte Tiere.

Wir fuhren nun zu unserem Hotel in Fort Lauderdale, dem Nobelton. Es ist eine gelungene Unterkunft für junge Leute, modern eingerichtet mit einem schön gestalteten Poolbereich und nur einen Block entfernt vom Meer. Nun war großes Koffer (ordentlich) packen angesagt, bevor wir nochmal ans Meer gingen.

Es hat sich etwas abgekühlt, ich zog eine lange Hose an und ein Jäckchen über. Am Strand ging ziemlicher Wind.

Wir spazierten ein bisschen am Strand entlang und entschlossen uns dann bei Bubba Gump zu Abend zu essen. Wir konnten trotz des Windes draußen sitzen und hatten einen tollen Blick auf den Strand und das Meer. Es waren noch viele Leute unterwegs, aber sie lösten sich so langsam auf, verabschiedeten einander.

Nach dem Essen gingen wir ins Hotel. Wir waren etwas wehmütig, weil es die letzte Nacht in unserem Urlaub sein würde. Aber wir überlegte auf dem Rückweg schon mal, wohin denn unsere nächste Reise gehen könnte. Wir schlummerten schnell ein, es war wieder ein toller Tag.

Unterkunft: Nobleton in Fort Lauderdale Beach

Temperaturen: 25°, Regen und Sonnenschein im Wechsel

Gefahrene Meilen: 250

Weiter – Time to Say Goodbye

[Reise] Einmal Hollywoodluft schnuppern

Die vergangene Nacht war unsere letzte an der Westküste Floridas. Nach einem typischen Motelfrühstück checkten wir aus unserer Unterkunft aus und begaben uns Richtung Osten. Wir waren sehr früh dran, sodass wir über der Skyline von Tampa die Sonne aufgehen sahen. Ein wirklich traumhaftes Bild, wenn auch nur ich es genießen konnte. Mein Göttergatte hatte eher zu tun nicht auf den Vordermann zu fahren, da es ihn stark blendete und die Fahrbahnmarkierungen kaum zu sehen waren.

Wir hatten heute aufregendes vor, unser Ziel sollte Orlando sein. Und nach einigen Überlegungen haben wir uns doch dazu entschlossen die Universal Studios zu besuchen. Warum wir überlegt haben, fragt Ihr euch? Tja, hauptsächlich des Preises wegen. Versteht mich nicht falsch, wir sind keine Geizhälse oder so und gerade im Urlaub leben wir nicht auf Sparflamme, denn man ist ja nur einmal hier (vorerst). Aber bei den Preisen haben uns doch die Ohren geschlackert. Zuerst einmal überhaupt Preise im Internet zu finden war schon etwas schwierig. Es gab da hauptsächlich Pakete mit mehreren Tagen und mehreren Parks, da blickt man ja schon gar nicht mehr durch. Aufgrund unserer Reiseplanung hatten wir jedoch tatsächlich nur einen Tag, der uns zur Verfügung stand, deshalb war unser Paket „Ein Tag – Ein Park“. Eigentlich ganz einfach. Als wir dann den Preis gefunden hatten, überlegten wir noch ein wenige hin und her, nur um uns am Ende doch wieder zu sagen: „Wenn wir schon man da sind, …“

Also auf ins Vergnügen!

Wir kamen recht gut durch und standen relativ flott an den beiden Parkhäusern. Nicht das hier einer annimmt man könnte dort kostenlos parken, nein, nein, weit gefehlt. Auch hierfür 20$ extra. Na das hatten wir dann auch noch. Per Einweiser wurden wir auf einen Parkplatz geführt und liefen dann den Massen hinterher. Und mit Massen meine ich auch Massen. Es war Zehn Minuten vor Parköffnung und meine Blauäugigkeit wir könnten mit die ersten sein, löste sich in Luft auf. Einige werden sicherlich lachen, aber ich hatte tatsächlich keine Vorstellungen. Ich muss aber sagen, es lief hier alles geordnet ab und war für die Massen super geregelt, ich war fasziniert. Das war wahrscheinlich auch der Grund, warum dann alles relativ schnell ging. Die Sicherheitskontrolle passierten wir in Nullkommanichts und dann liefen wir einen langen Gang entlang und kamen zum Eingang des Vorplatzes, dem Universal Walk.

Hier kann man schon ohne Eintrittsgeld eine Menge erleben und seine Zeit vertreiben. Hier gab es ein Kino, viele Shops, Cafés und Restaurants. Und von hier hat man natürlich auch den tollen Blick auf die berühmte Universalkugel. Die musste natürlich fotografiert werden – von ALLEN!

Wir liefen noch über eine kleine Brücke und danach kam auch schon der Eingang der Universal Studios. Wir kauften uns die Karten und trauerten kurz den vielen Dollar hinterher. Aber nur kurz.
Ich möchte jetzt gar nicht jede einzelne Ecke im Park erläutern, da werde ich gar nicht fertig.
Hier nur kurz:

Der Park war sehr beeindruckend, riesig, spektakulär. Alles war super gut organisiert, einfach toll. Wir verbrachten den ganzen Tag in dem einem Park und haben wahrscheinlich noch lange nicht alles gesehen. Wir schauten uns die Kulissen einiger Kultserien (z.B. The Simpsons), verschiedener Filme (MIB, Harry Potter) und toller Städte (San Francisco, New York City) an und machten bei verschiedenen Fahrgeschäften mit (MIB Alien Attack, Transformers The Ride 3D, Revange of the Mummy). Außerdem traten immer mal andere Straßenkünstler auf, die Wahnsinnsshows hinlegten. Lange schauten wir einigen Akrobaten zu und später noch „Bauarbeitern“, die mit ihrem Arbeitsequipment coole Musik machten (erinnerte ein bisschen an Stomp).

Mein Fazit: Es war zwar teuer (man bezahlt ja nicht nur den Eintritt, sondern drinnen auch noch Essen und Getränke und man will sich ja auch in den unzähligen Souvenirshops noch was kaufen), aber es war wirklich ein toller Tag, den man so schnell nicht vergisst. Es ist auf alle Fälle ein Erlebnis wert.

Am Universal Walk lag noch das Hardrock Café, da musste ich mir natürlich noch was besorgen und an einen der unzähligen Stände hab ich mir noch ein paar Giraffenkniestrümpfe gekauft. Als Giraffenfan ein Muss.

Wir checkten dann am Abend in unser Hotel, dem Rosen Inn International am International Drive ein. Doch der Tag war noch nicht zu Ende. Wir spazierten den International Drive Richtung Süden bis zum Coca-Cola-Orlando Eye. Auf dem Gelände aßen wir noch im Yard House zu Abend, wobei mein Essen überhaupt nicht geschmeckt hat. Naja, kann ja mal passieren. Nach dem Essen liefen wir zum Orlando Eye, es dämmerte schon. Wir zahlten und beschlossen mit einem kleinen Aufpreis im Anschluss noch ins nebenanliegende Madame Tussauds zu gehen. Nach einer Sicherheitskontrolle und einiger Zeit in der Warteschlange kamen wir mit drei anderen Pärchen in eine Gondel. Es war, wie soll ich es sagen… extrem schmalzig. Es lief romantische Musik und die anderen Pärchen schmusten und schmiegten sich aneinander, tranken ihr Sektchen und schauten sich verträumt  das nächtliche Orlando an. Sie plauderten kurz miteinander, aber sonst war Stille. Irgendwie *kotz,würg*. Versteht mich nicht falsch, mein Göttergatte und ich, wir lieben uns auch innig, aber wir sind absolut nicht so die romantisch-verträumten Typen und fühlten uns deshalb ein bisschen fehl am Platz. Da wären wir doch lieber mit der indischen Großfamilie hinter uns in eine Gondel gegangen. Aber nun gut, es war nun mal wie es war. Und so schauten wir uns das Lichtermeer Orlandos von oben an, was im Übrigen trotz alledem wirklich toll war.

Im Anschluss besuchten wir noch das Wachsfigurenkabinett. Wir wurden hier verfolgt von zwei Freundinnen, lasst sie mal so 20 Jahre alt gewesen sein, die ihren Spaß mit den Figuren hatten. Sie schmissen sich vor Allem an die gutaussehenden männlichen Exemplare. Aber irgendwie waren die beiden lustig drauf und sehr sympathisch.

Wir warfen noch einmal einen Blick zurück und konnten das Orlando Eye in seiner ganzen Lichterbracht bewundern.

Der abendliche Spaziergang zurück zum Hotel hat uns gezeigt, dass hier so spät noch eine ganze Menge los ist und für einige die Nacht erst anfängt. Für uns jedoch ging ein toller Tag zu Ende. Wir fielen ins Bett und schliefen sofort ein.

Unterkunft: Rosen Inn International

Temperaturen: 25°C, sonnig

Gefahrene Meilen: ca. 94

Weiter – To boldly go…

[Reise] Gone with the Wind

Heute kamen wir rechtzeitig zum Frühstück und konnten uns für den Tag stärken. Wir planten einige Strände zu besuchen. Jedoch nicht zum beachen und baden, denn wir sind nicht wirklich die Typen für stundenlanges sonnen und nur so rum liegen. Wir wollten uns die Strände anschauen und spazieren gehen. Es soll ja in diesem Bereich unter anderem der schönste Strand der USA dabei sein. Wir waren gespannt. Das Wetter war dieses Mal mit 25°C etwas frischer als die Tage zuvor. 25°C – frisch? Werdet Ihr Euch jetzt fragen. Nunja, für den Göttergatten natürlich genau die richtigen Temperaturen. Für mich an sich auch, aber es ging auch sehr starker Wind, da wurde es das eine oder andere Mal doch etwas kühler und ich musste mir mein Jäckchen über ziehen.

Wir fuhren mit unserem Auto durch Saint Petersburg über den Pinellas Bayway zum Pass-a-Grille Beach. Hier gefiel es uns zwar schon sehr gut, aber wir verbrachten nur etwa eine Stunde hier, denn wir wollten ja noch weiter. Der Naturstrand an der südlichsten Spitze ist mit einer der schönsten Strände die wir besucht haben. Hier gab es Unmengen an Muscheln. Auch einen Seestern haben wir entdeckt. Wir waren ziemlich früh dort, deshalb war es noch ruhig und nicht viel los. Es waren aber  einige Muschelsammler unterwegs. Am Badestrand um die Ecke war noch nichts los, nur einige Spaziergänger waren unterwegs.

Auf der anderen Seite, die wir in einigen Minuten zu Fuß erreichten, war der Pass-a-Grille Dogbeach. Auch hier waren noch wenige Menschen (und Hunde) unterwegs. Genauer gesagt nur ein Hund lief den Strand entlang. Und eine Familie mit einem kleinen Mädchen, die meinen Göttergatten fragte, ob er vielleicht ihr verloren gegangenes Sandspielzeug gesehen hat. Er musste leider verneinen, versprach aber die Augen offen zu halten. Und so lief das Mädchen weiter. Das Spielzeug jedoch blieb verschwunden.

Wir fuhren weiter Richtung Norden den Gulf Bldv entlang und machten Halt am Treasure Island Beach. Dies ist ein großer öffentlicher Strand. Wir mussten eine ganze Weile laufen bis wir endlich an das Wasser kamen, so breit war der Strand. Viele Leute lagen nicht an dem schönen weißen Strand, es war ja auch ziemlich windig. Ich glaub egal was man hingelegt hätte, es wäre weggeflogen. In Kombination mit dem leuchtend blauen Himmel ergab dieser Strand eine wunderschöne Kulisse. Einfach Traumhaft.

Unsere Weiterfahrt nach Norden war etwas schweigsam. Wir hatten zwar noch ein paar Tage vor uns, aber irgendwie waren wir doch schon etwas traurig, dass das Ende bald nahte. Wir wussten noch nicht, was uns auf der Fahrt, den Inselstreifen entlang, erwartete, wir hatten nichts Konkretes geplant, sondern wollten schauen was sich ergibt. Wir fuhren über den Johns Pass und entdeckten kurz nach der Brücke reges Treiben am Ufer. Also bogen wir rechts ab und suchten uns einen Parkplatz. Wir fuhren an kleinen Geschäften vorbei und die Parkplatzsuche erwies sich als gar nicht so einfach. Da wussten wir schon, hier ist einiges los, hier gibt es bestimmt was zu sehen. Wir fanden einen Parkplatz und checkten dann relativ schnell, dass wir uns in „Johns Pass Village and Boardwalk“ befanden. Noch nie was von gehört, aber wie gesagt, wir hatten auch vorher wenig über diesen Inselstreifen recherchiert. Hier gab es viele kleine Geschäfte und auf dem Boardwalk gab es ein Restaurant an dem anderen. Man konnte hier viele Bootstouren mitmachen und sich in verschiedenen Wassersportarten versuchen. Kurzum man konnte hier viel entdecken und viel erleben. Wir spazierten durch das kleine „Village“, aßen etwas zu Mittag und liefen dann noch einmal die Brücke hinauf, denn von dort hatte man einen tollen Blick auf Johns Pass und den Boardwalk.

Im Anschluss führte uns unser Weg ein ganzes Stück nördlicher zum Sand Key Park. Zumindest das war ein Stückweit „geplant“, denn als wir in Florida City mit unserem Motelnachbarn plauderten, empfahl er uns dort mal vorbei zu schauen. Wir warfen einen Blick auf den Sand Key Beach. Hier sieht man auch, dass es etwas frischer war, denn die Rettungsschwimmerin rannte nicht etwa im Badeanzug umher, sondern war in einen dicken Pulli und lange Hosen eingemummelt.

Wir spazierten nun durch den Park und mein Göttergatte suchte ein paar Geocaches. Ich genoss derweil die Ruhe im Park. Hier standen in einigen Metern Abstand immer mal Hollywoodschaukeln. Hier ließ es sich aushalten.

Nun war es schon später Nachmittag. Wir besuchten jetzt selbstbezeichnend den schönsten Strand der USA, den Clearwater Beach. Wir fanden recht schnell einen Parkplatz und liefen zum Strand. Uns ist aufgefallen umso nördlicher wir kamen desto feiner und weißer wurde der Sand. Was zwar sehr schön aussieht, aber mit Wind echt nervig sein kann. Die Sandkörner flogen uns ins Gesicht, die Augen tränten und es knirschte in den Zähnen. Nichtsdestotrotz spazierten wir zum Pier und liefen etwa bis zur Mitte der Seebrücke. Das Weiterlaufen hätte uns ein bisschen Geld gekostet, nicht viel, aber wir fanden, dass wir schon von hier einen super Blick auf die Nobelhotels von Clearwater Beach hatten. Deshalb verzichteten wir und drehten wieder um. Der Wellengang war sehr hoch, trotzdem war hier sehr viel mehr los. Dieser Strand scheint sehr beliebt zu sein. Schön war es hier definitiv, aber wir mögen es lieber ruhiger.

Schon gegen 17:30 Uhr aßen wir bei „Extreme Pizza“ zu Abend und machten uns dann auf den Weg zurück zum Hotel. Mein Göttergatte sprang nochmal in den Pool bevor wir ins Bett gingen. Am nächsten Tag wollten wir schon zeitig aus den Federn, denn wir hatten einen weiten Weg vor uns und tolles vor.

Unterkunft: La Quinta Inn and Suites

Temperaturen: 25°C, Sonnenschein, windig

Gefahrene Meilen: ca. 60

Weiter – Einmal Hollywoodluft schnuppern

[Reise] Islandhopping

Nach einem unspektakulären Motelfrühstück checkten wir aus dem Motel aus und machten uns auf den Weg in Richtung Norden. Wir planten wieder ein paar der zahlreichen, tollen Inseln der Westküste Floridas unsicher zu machen. Wir fuhren über Sarasota nach Longboat Key. Wir wollten eigentlich baden gehen, wussten aber nicht so richtig, wo wir denn nun parken dürfen, und wo nicht. Also machten wir Halt am Visitor Center von Longboat Key. Die nette Dame gab uns eine Karte der Inselkette und empfahl uns einen etwas ruhigen Strandabschnitt, den Beer Can Island Beach, eher ein Naturstrand, ohne WC oder Umkleidekabinen oder Coquina Beach auf der anderen Seite der Brücke auf Anna Maria Island. Dies wäre jedoch ein großer Strand, der um diese Zeit schon sehr voll sein würde, aber mit Umkleiden und WC. Wir entschieden uns erstmal für den ruhigeren Teil und wollten am Beer Can Island Beach etwas spazieren gehen. Wir ergatterten einen Parkplatz und liefen erstmal über den öffentlichen Strand. Hier war wirklich wenig los. Ein paar vereinzelte Leute auf ihren mitgebrachten Campingstühlen genossen das wunderbare Wetter.

Wir liefen also den Strand entlang, die Schuhe haben wir ausgezogen und das kühle Wasser an den Füßen genossen. Doch nach einigen Metern schien der Strand schon zu Ende, dachten wir. So machten wir noch einige Fotos, als ein Pärchen an uns vorbei lief. Wir blickten einige Minuten später in die Richtung des vermeidlichen Endes des Strandes und das Pärchen war wundersamerweise verschwunden. Von den Wellen verschluckt?

Wir näherten uns also dem Gestrüpp und sahen hier nun ein versteckten Weg. Weg ist natürlich zu viel gesagt. Da waren auf dem Sandweg ein Haufen kurze, schmale abgeschnittene Baumstümpfe. Und wer ist da wohl immer wieder gestolpert? Natürlich ich.

Aber wir schafften es dann doch unbeschadet durch und kamen an ein wirklich tollen Strandabschnitt. Es waren ein paar Leute hier, die Muscheln sammelten, ansonsten war es hier recht ruhig. Der Strand war wunderschön weiß und pulvrig. Hier und da lagen angespülte Bäume rum, die die Schönheit des Strandes jedoch nicht trübten. Hier gefiel es uns wirklich sehr gut.

Wir haben natürlich wie bei den anderen USA-Reisen unsere Namen in den Sand geschrieben. Das ist schon Tradition.

Es wurde langsam Mittagszeit und wir fuhren über den Longkey Pass nach Anna Maria Island. Wir fuhren vorbei am Coquina Beach, der uns aber, wie schon vorhergesagt, zu überfüllt schien und machten etwas später Halt an einem der zahlreichen Parkplätze am Bradenton Beach. Wir aßen im „The Frickled Fin“ zu Mittag und spazierten dann die Bridge Street zum Pier. Hier in dem kleinen Örtchen standen viele kleine bunte Häuser oder Gemäuer waren mit Strandmotiven bemalt. Es gab hier viel zu gucken.

Wir fuhren weiter Richtung Norden und fanden dann einen Strandabschnitt, wo wir uns sonnten und ins kühle Nass sprangen. Hier war nicht viel los und wir genossen die ruhige Zeit am Strand.

Auf den Weg zurück zum Übergang auf das Festland entdeckten wir noch etwas interessantes: Hier sammelt wohl einer am Strand vergessenes Buddelzeug ein und hängt es als Deko an seinen Zaun. Irgendwie witzig.

Wir fuhren nun entlang der Manatee Avenue nach Bradenton aufs Festland und machten uns dann auf in Richtung Norden nach Clearwater. Dafür mussten wir die Sunshine Skyway Bridge passieren. Wir machten vorher noch Halt um die Brücke zu bestaunen, die Sicht war nur leider etwas trüb. Deshalb konnten wir nicht wirklich weit gucken.

Dafür konnten wir im Wasser eine kleine Krabbe beobachten.

Nahe des Clearwater Airports checkten wir in unserem Hotel, dem La Quinta Inn & Suites, ein. Wir suchten uns in der Nähe in einer Sportsbar etwas zum Abendessen und fielen dann ins Bett.

Übrigens waren alle Parkplätze auf den Inseln kostenlos. Das war eine Premiere in diesem Urlaub!

Unterkunft: La Quinta Inn & Suites

Temperaturen: 29 °C Sonnenschein, aber etwas trüb

Gefahrene Meilen: 168

Weiter – Walking the River

[Reise] What a wonderful day

Wir standen früh auf, denn wir hatten heute viel vor. Unsere Fahrt führte uns nach Sanibel Island. In einem Couponheft entdeckten wir das „Island Cow“. Wir befragten Google und fanden heraus, dass es sehr beliebt zu sein scheint. Also fuhren wir zu erst in den Periwinkle Way und nahmen in dem Diner, welches wir wirklich nur empfehlen können, ein köstliches Frühstück ein.

Nach einem deftigen Frühstück fuhren wir die Straße wieder ein Stück zurück zu Billys Rental. Hier haben wir uns wieder Fahrräder ausgeliehen. Die waren eindeutig komfortabler als die Klapperkisten in den Everglades.

Wir fuhren den Periwinkle Way bis zur Spitze der Insel zum Sanibel Lighthouse. Wir spazierten durch den Lighthouse Park und kamen dann zu dem etwas außergewöhnlich, aussehenden Leuchtturm.

Wir liefen den Strand entlang zum Sanibel Fishing Pier. Der Strand ist eher ein Naturstrand, aber ein paar sich sonnende Leute hat man doch gesehen. Aber hauptsächlich waren Muschelsammler unterwegs.
Auf dem Weg zum Pier entdeckte mein Göttergatte im Wasser die erste Flosse eines Delfins und war ganz fasziniert. Zwei oder drei von den hübschen Tierchen schwammen einige 100 Meter von uns entfernt.

Auf dem Pier waren viele Angler unterwegs und ein niedlicher Vogel, ein Egret, der sich gar nicht von dem Getümmel hat stören lassen. Wahrscheinlich wollte er ein Stück Fisch stibitzen.

Wir fuhren noch eine große Runde mit dem Rad über den East Gulf Drive vorbei an den Häusern der Reichen und Schönen, bevor wir dann zurück zu Billys Rental fuhren um 3 ½ Stunden nach unserem Start die Räder wieder abzugeben.

Der nächste Halt war das kleine Städtchen Captiva, von wo aus wir eine Delphintour mitmachen wollten. Nach kurzer Suche fanden wir „Captiva Cruises“ und haben uns dort Tickets besorgt. Bis es losging waren es jedoch noch 2 ½ Stunden, also wollten wir noch ein bisschen durch Captiva schlendern und am Strand baden gehen, doch unser Vorhaben scheiterte an der Parkplatzsuche. Nirgendwo war etwas frei, nur kurze Zeit für bestimmte Läden, aber nicht um mal ein Stündchen durch das Städtchen zu spazieren, geschweige denn an den Strand zu gehen. Auf allen Schildern stand „No Beach Parking“. Nach einem Latte Macchiato und ein Stück Kuchen bei Starbucks und einer verzweifelten Parkplatzsuche fuhren wir wieder ein Stück zurück Richtung Sanibel. Hier entdeckten wir eine kleine Bücherei zum Bücher tauschen. Niedlich und so schöne Farben.

Auf unseren Weg Richtung Sanibel fanden wir dann einen Parkplatz an einem öffentlichen Strandstück. Hier hielten wir und mein Göttergatte sprang in die Fluten um sich zu erfrischen. Es war hier sehr windig und es kamen Riesenwellen. Ich bin nicht ins Wasser gegangen, ich bin ja immer so eine Frostbeule. Stattdessen sonnte ich mich ein bisschen.

Nach einer halben Stunde war es Zeit zum Aufbruch. Wir fuhren fast zum nördlichsten Punkt Captivas, von wo aus die Fähre ablegen sollte. Dafür mussten wir den Eingang einer Hotelanlage passieren und noch ein Stückchen über das Gelände zum Yachthafen fahren. Wir durften uns hier auch nur für die Zeit der Delphintour aufhalten.
Am Hafen erlebten wir dann gleich eine Überraschung. Im Wasser schwammen zwei Manatees. Endlich haben wir welche gesehen. Wir haben so oft gehofft und dann kamen sie endlich. Neben einem Boot kam die Schnauze eines Manatees raus um Frischwasser aus dem Strahl am Steg zu ergattern. Niedlich.

Auf der Fähre suchten wir uns ein kühles Plätzchen innen bis es losging. Die Fähre legte ab und der Kapitän erzählte ein bisschen was zur Tour. Als wir aus dem Hafen raus fuhren gab die Fähre Gas und da kamen sie auch schon, die Delfine. Wir gingen dann ans Heck und beobachteten das tolle Spektakel. Die Delfine schwammen mit uns ins Meer hinaus und boten uns eine tolle Show. Sie sprangen was das Zeug hielt und das fast zum anfassen nah. Von den Kindern hörten wir nur „Ah´s“ und „Oh`s“ und auch wir waren begeistert. Diese Tour war der Hammer.

Nun fuhren wir etwas langsamer entlang der Küste und bewunderten die Häuser am Ufer und sahen den Vögeln zu. Wir fuhren nördlich von Captiva noch an einer Insel vorbei und lasen im Nachhinein im Internet, das sich hinter den Mangrovenbäumen einige Privatgrundstücke befanden.

Es ging nun langsam der Abendbrotzeit entgegen. Unser Plan war es nach Sanibel zurück zu fahren und im „Island Cow“ zu Abend zu essen. Doch dort angekommen war es mehr als voll. Es ist also ein sehr beliebtes Lokal. Wir fuhren weiter und entschieden uns bei „Schnappers Hot Sanibel“ Halt zu machen. Wir nahmen zwei Riesenhotdogs und Milchshakes mit und fuhren nochmal zum Lighthouse Park, um dort an einen der zahlreichen Picknicktische unser Abendessen zu uns zu nehmen.

Nun spazierten wir noch einmal zum Pier und erlebten hier einen wunderschönen Sonnenuntergang. Bevor die Sonne jedoch gänzlich hinterm Horizont verschwunden ist, habe ich mich, wie zahlreiche andere Besucher, auf die Suche nach ein paar Muscheln gemacht. Da ich natürlich wie ein Laie losging und nichts hatte, wo ich die Muscheln reinlegen konnte, habe ich kurzerhand den Milchshakebecher vom Abendbrot sauber gemacht. Das tat es definitiv auch.

Meine Muschelausbeute habe ich dann natürlich im Hotelzimmer fotograknipst.

Das war bis auf die elende Parkplatzsuche ein wirklich wunderschöner Tag mit tollen Erlebnissen.

Unterkunft: Americas Best Value Inn in Fort Myers

Temperaturen: 29°C

Gefahrene Meilen: ca. 75 plus ca. 8,5 mit dem Fahrrad

Weiter – Welcome to the Wilderness

[Reise] Naples Botanical Garden

Neue Stadt – Neuer Morgen. Wir beginnen unseren Tag mit einem typischen amerikanischen Frühstück in einem typischen amerikanischen Diner. Wir wählten das vom Hotel nicht weit entfernte „Joe’s Diner“. Das Diner war schon gut gefüllt, aber wir fanden noch ein Plätzchen. Wir bestellten und ließen uns ein großzügiges Frühstück schmecken.

Heute wollen wir uns den Naples Botanical Garden anschauen. Ich habe schon viel von dem Botanischen Garten gehört und freute mich schon sehr darauf. Das Wetter ist heute perfekt für den Besuch. Wir besorgten uns die Eintrittskarten und los konnte es gehen. Der Park macht schon auf den ersten Blick einen sehr gepflegten Eindruck.
In regelmäßigen Abständen gibt es im Park bestimmte Sonderausstellungen. Während unseres Besuches hieß die Sonderausstellung „Origami in the Garden“. Im ganzen Park sind blumige und tierische Skulpturen im Stile des japanischen Origami von dem Künstler Kevin Box ausgestellt. Hier ein paar Beispiele:

 

 

   

 

Im „Childrens Garden“ starteten wir unseren Rundgang. „Childrens Garden“ beherbergt einen kleines Schmetterlingshaus und einen sogenannten Ideengarten. Das war sehr witzig, denn hier kann man sich Anregungen holen in was für alltäglichen Gegenständen man Blumen rein pflanzen kann. Von Gitarre, Toaster über Handtaschen, Stiefel bis hin zu einem CD-Player und sogar einer Toilette  war hier alles dabei.

 

Wir liefen weiter und hatten einen tollen Blick auf den „Brazilian Garden“ und seinem Infinity Pool.

Vom „Burle Mark Plaza“ konnten wir dann den „Brazilian Garden“ von oben bestaunen.

Als nächstes kamen wir zum „Caribbean Garden“, dort ruhten wir uns im Schatten kurz aus. Es war Mittagszeit und die Hitze machte uns sehr zu schaffen.

Auch im „Florida Garden“ gab es schattige Plätzchen, mit Stühlen und Tischen zum entspannten Verweilen und Aussicht genießen.

Im „Succulent Garden“ gab es zahlreiche Kakteen und Sukkulenten zu entdecken. Manche der Pflanzen kannten wir schon von unserem letztjährigen Urlaub auf den Kanaren, aber auch Unbekannte waren dabei.

 

Mein Göttergatte lief in entspannter Ruhe ein rundes Labyrinth ab und stapelte im „Enabling Garden“ Steine.

 

In diesem Teil standen von Schülern selbstgestaltete kleine Minigärten, wie z.B. ein Disney-Basketballgarden.

Im „Asien Garden“ war es alles, wie der Name es schon sagt, im asiatischen Stil angelegt. Die Tempel wurden aus indonesischem Holz von Indonesiern gebaut. Die Tempelstatuen, die dort herumstanden, waren allerdings Nachbildungen

Den Abschluss unseres Rundgangs machte der „Orchid Garden“ mit seinen kunterbunten und wunderschön anzusehenden Blüten.

 

 

Den ganzen Tag kann man in diesem botanischen Garten verbringen, was wir auch taten. Im Anschluss fuhren wir nach Fort Myers, wo wir unser Motel für die nächsten vier Nächte bezogen. Am Abend haben wir noch „Famous Dave’s Bar-B-Que“ besucht und lecker zu Abend gegessen.

Unterkunft: Americas Best Value Inn in Fort Myers

Temperaturen: 30° C

Gefahrene Meilen: ca. 60

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[Reise] Der Natur auf der Spur

Auch heute war der erste Blick aus dem Fenster wieder sehr vielversprechend.

Wir zogen uns an und nahmen das Motelfrühstück ein. Dann machten wir uns auf den Weg. Wir steuerten den Everglades Nationalpark an. Aber bevor wir den Eingang passierten, wollten wir noch bei „Robert is here“ vorbei schauen. In diversen Reiseberichten las ich von dem Obst- und Gemüsestand der sich unweit des südlichen Teils der Everglades befindet. Der riesige Stand war auch nicht zu übersehen und wir hielten an um uns ein bisschen umzuschauen. Viele leckere Südfrüchte hatte Robert zu bieten, außerdem Shakes, Honig, Öle, Gewürze und vieles mehr. Wir kauften eine Packung schon geschnittener Ananas und ein paar Bananen für unterwegs und mein Göttergatte hielt einen kleinen Plausch mit Robert. Sehr sympathischer Mann, der uns erzählt hat, was in den Everglades zu empfehlen ist und uns angeboten am Abend nochmal vorbeizuschauen, da würde er uns dann noch etwas Obst aufschneiden.

Wir fuhren weiter zum Nationalparkeingang, wo wir doch fast das berühmte Nationalparksschild verpasst hätten. Aber zum Glück bemerkten wir es noch rechtzeitig und schossen ein (paar) Selfi(es).

Erster Halt war das Ernest F. Coe Visitor Center. Hier gab es ein kleines Museum mit interessanten Informationen über die Tier- und Pflanzenwelt der Everglades. Hier sprachen wir auch mit einem freiwilligen Helfer, der uns ein paar interessante Fakten über Schlangen, Alligatoren und über den Florida Panther erzählt hat. Außerdem sagte er, dass am Haltepunkt Royal Palm bald eine kostenlose Führung durch einen Ranger über den Anhinga Trail stattfinden sollte. Das wollten wir uns nicht entgehen lassen und so fuhren wir nach Royal Palm. Wir schlossen uns der Gruppe an. Gleich zu Beginn im See war schon der erste Alligator zu sehen. Es sollte nicht unser letzter sein.

Noch Nahe dem Startpunkt befanden sich einige abgeschnittene Bäume, auf denen immer mal Geier thronten.

Der etwa eine Meile lange Rundweg führte vorbei an einem schmalen Fluss und beherbergt unzählige verschiedene Tiere. Neben Vögeln, wie dem Anhinga, oder amerikanischer Schlangenhalsvogel, nach dem der Trail benannt wurde, findet man hier Schildkröten, Fische, Manatees, Rehe, Florida Panther, Otter und natürlich unzählige Alligatoren. Nicht alle Tiere haben wir gesehen. Der Manatee blieb noch aus, auch Rehe und Otter haben sich versteckt und der Florida Panther blieb ebenfalls im Verborgenen. Dafür konnten wir uns an unzähligen verschiedenen fliegenden Tieren und den für die Everglades berühmten Alligatoren sattsehen. Auch einige Schildkröten haben sich an die Oberfläche getraut und verschiedene Fische schwammen vergnügt im Wasser umher.

Nachdem wir den Trail entlang spaziert sind und die Tiere beobachtet haben, fuhren wir an einen nahe gelegenen Picknickplatz. Hier sind wir ausgestiegen, suchten uns ein schattiges Plätzchen und mussten uns gleich einer großangelegten Offensive von Moskitos stellen, die schon am Eingang angekündigt wurden. Schnell sprühten wir uns mit dem Mückenspray ein um uns die Viecher vom Hals zu schaffen. Ich musste mit zwei riesigen Flatschen an der Stirn und zweien an den Beinen klarkommen, mein Göttergatte hat nichts abbekommen, der Glückliche. Wir aßen unsere mitgebrachten Snacks, die leider den Geschmack des Mückensprays hatten, da das Zeug ja nun überall klebte. Und bald darauf kam auch schon ein kleiner roter Vogel an, der hoffte ein paar kleine Krümel stibitzen zu können.

Unsere Fahrt führte weiter zum nicht weit entfernten Pa-Hay-Okee Overlook. Niedliche 0,2 Meilen lang war der Rundweg und man konnte die flache Wildnis der Everglades überblicken.

Nächster Halt sollte das Flamingo Visitor Center sein. Wir fuhren bis zur Ende der Straße, die uns durch die Everglades führte und schauten uns hier ein bisschen um.

Hier gab es ein Moskitobarometer. Immerhin stand dieser schon bei Horrible, also schrecklich, entsetzlich, fürchterlich, abscheulich. Das haben wir ja schon gemerkt.

Hier blieben wir aber von den Tierchen verschont, wahrscheinlich weil der Wind uns hier wie wild durch die Haare blies.
Wir aßen hier im improvisierten Restaurantbereich etwas zu Mittag und wollten dann schauen, ob wir ein paar Manatees antreffen. Leider Fehlanzeige. Dafür hatten wir eine schöne Aussicht.

Wir liefen noch zu den Bootsanlegestellen, wo man verschiedene Touren mitmachen oder sich einfach ein Kanu ausleihen kann, um die Everglades auf eigene Faust zu erkunden. Auch hier entdeckten wir in der Ferne wieder etwas was aussah wie ein Alligator oder war es doch nur ein Stein oder gar eine Attrappe? Nein, es  war eines der wenigen hier vorkommenden Salzwasserkrokodile. Diese Tiere liegen fast noch regungsloser herum als Alligatoren. Mein Göttergatte fragte dann jemanden, der meinte, dass es echt ist.

Wir beobachteten noch eine Weile einen Reiher, der in Seelenruhe in unserer Nähe stand. Er hatte leider in unserer Anwesenheit nichts gefangen. Er hat es versucht und ein paarmal ins Wasser geschnappt, aber erfolglos. Fasziniert beobachteten wir trotzdem, wie er sich von groß, schlank und grazil in einen kleinen kurzen Bausch verwandeln kann.

 

Auf dem Rückweg hielten wir nochmal bei „Robert is here“. Wir nahmen uns zwei Milchshakes mit und wir ließen uns von einem Mitarbeiter eine Mango aufschneiden.

Am Motel angekommen nahmen wir was Kleines zum Abendbrot ein, was im Grunde aus dem gekauften Obst bestand, weil wir gar keinen großen Hunger hatten. Mein Göttergatte sprang dann nochmal in den Pool um sich zu erfrischen.

Das war auch schon unser Tag. Es dämmerte, wir schauten noch ein bisschen Fern und legten uns dann schlafen.

Unterkunft: Travelodge Florida City

Temperaturen: 29° C

Gefahrene Meilen: ca. 102

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