[Reise] To boldly go…

…where no man has gone before!

Nun ja, so ganz korrekt ist das nicht, da unser heutiges Ausflugsziel doch schon Abertausenden von Menschen besucht wurde. Doch von Anfang…

In unserem Hotel hatten wir diesmal kein Frühstücksbuffet, daher war eine nahegelegene Starbucks-Filiale unser erster Stop an diesem Tag. Mit Kaffee und Kuchen ausgestattet starteten wir wieder in Richtung Osten. Wir ließen Orlando hinter uns und fuhren durch das Hinterland Floridas. Auf etwa der Hälfte der Strecke zog dann plötzlich eine dicke Nebelwand über die Straße. Unsere Nasen belehrten uns aber schnell eines Besseren. Das war kein Nebel, sondern dicker Rauch. Aber mutig wie wir nun mal sind, fuhren wir weiter. Ab und an tauchten am Straßenrand Warnschilder auf, aber die waren schnell wieder verschwunden. Glücklicherweise war die Straße trotz geringer Sichtweite weiterhin befahrbar. So konnten wir weiter unserem Ziel entgegen fahren.Weiterlesen »

[Reise] Einmal Hollywoodluft schnuppern

Die vergangene Nacht war unsere letzte an der Westküste Floridas. Nach einem typischen Motelfrühstück checkten wir aus unserer Unterkunft aus und begaben uns Richtung Osten. Wir waren sehr früh dran, sodass wir über der Skyline von Tampa die Sonne aufgehen sahen. Ein wirklich traumhaftes Bild, Weiterlesen »

[Reise] Gone with the Wind

Heute kamen wir rechtzeitig zum Frühstück und konnten uns für den Tag stärken. Wir planten einige Strände zu besuchen. Jedoch nicht zum beachen und baden, denn wir sind nicht wirklich die Typen für stundenlanges sonnen und nur so rum liegen. Wir wollten uns die Strände anschauen und spazieren gehen. Es soll ja in diesem Bereich unter anderem der schönste Strand der USA dabei sein. Wir waren gespannt. Das Wetter war dieses Mal mit 25°C etwas frischer als die Tage zuvor. 25°C – frisch? Werdet Ihr Euch jetzt fragen. Nunja, für den Göttergatten natürlich genau die richtigen Temperaturen. Für mich an sich auch, aber es ging auch sehr starker Wind, Weiterlesen »

[Reise] Walking the River

Endlich eine Abkühlung! In der Nacht zuvor ging ein kräftiges Gewitter über der Umgebung von Clearwater runter. Das hatte zur Folge, dass es heute Morgen ein wenig kühler war. Trotzdem schliefen wir in Ruhe aus. Das hatte allerdings zur Folge, dass wir an ein stark geplündertes Frühstücksbuffet kamen, von dem wir nur noch die Reste zusammenklauben konnten, da bereits damit begonnen wurde die Reste zusammenzupacken. Dieses spärliche Frühstück sättigte nicht so wirklich, aber wenigstens mussten wir nicht mit leerem Magen starten. Wir stürzten uns in den morgendlichen Berufsverkehr in Richtung Tampa. Trotzdem kamen wir gut voran und erreichten bald Downtown Tampa. Wir fanden einen guten Parkplatz und wanderten zum Anfang des Tampa River Walks.

Nach kurzer Zeit kamen wir an einem kleinen Mahnmal zu Ehren der im Dienst getöteten örtlichen Polizisten und Soldaten vorbei.

Danach schlängelte sich der Weg dann entlang des Ufers des Hillsborough Rivers vorbei am Marriott Hotel und dem dazugehörigen kleinen Yachthafen.

 

Über dem Fluss drehten allerlei Möwen und Pelikane ihre Runden. In der Ferne tauchte auch mal kurz die Rückenflosse eines Delfins auf, aber blieb dann verschwunden. Auch das Segelschiff blieb in der Ferne, da wir keine Lust auf den großen Umweg hatten, den der Besuch verlangt hätte.

Wir setzten unseren Weg auf dem River Walk fort. Der Weg ist großzügig angelegt und immer wieder wurden wir von Joggern und Radfahrern überholt, die das schöne Wetter  für ihr morgendliches Workout nutzten. Wir gingen unter den vielen Brücken, die den Hillsborough River überspannten, hindurch. Bald tauchten auch die Hochhäuser von Downtown Tampa wieder auf.

Aber die Anzahl der Brücken nahm kein Ende. Viele der Brücken sind als Zugbrücken ausgelegt, da erst die neueren Brücken so hoch gebaut wurden, dass auch kleinere Segelboote diese ohne Probleme durchqueren können.

Überhaupt konnte man auf dem Fluss mit allerhand Gefährten herumdüsen. Von Tretbooten, Kajaks über Jetskis bis hin zu kleinen Motorbooten konnte man mieten und seine Runden über den Fluss drehen.

Inzwischen hatten wir einen großen Teil des River Walks hinter uns und erreichten einen Teil, der nicht mehr am Ufer, sondern auf einer Brückenkonstruktion direkt über dem Wasser verlief. Bei Nacht leuchten diese schattenspendenden Zelte in jeder Menge bunter Farben. Hier sahen wir auch eines der vielen Pirate Water Taxis. Aber statt einzusteigen, blieben wir an Land und setzten den Weg zu Fuß fort.

Am anderen Ufer des Flusses sahen wir die silbernen Türmchen der University of Tampa im Sonnenlicht glitzern. Auf den Grünflächen und zwischen den Palmen waren viele Studenten die sich in Hängematten oder auf dem Rasen fleißig auf Vorlesungen und Seminare vorbereiten.

Wir legten den Rest des Weges über dem Fluss zurück und errichten den Curtis Hixon Waterfront Park. Viel war hier nicht los, denn zur Mittagszeit suchten die meisten Menschen Restaurants auf um sich zu stärken. Wegen des spärlichen Frühstücks knurrten auch unsere Mägen, weshalb auch wir beschlossen den River Walk kurz links liegen zu lassen und uns in einer der Seitenstraßen etwas zu Futtern zu suchen. Frisch gestärkt wanderten wir vorbei am Tampa Museum of Modern Art zurück zum River Walk.

Es mir immer noch ein Rätsel wie man, selbst im Namen der Kunst, ein Auto so sehr verunstalten kann. So gingen wir schnell weiter und erreichten bald die Zugbrücke, die wir schon den ganzen Vormittag im Auge hatten.

Als wir der Brücke näher kamen, dämmerte uns, dass diese Brücke nicht mehr genutzt wird. Denn wir sahen sie den ganzen Vormittag über im geöffneten Zustand. Nun sahen wir auch, dass die Gleise, die zu der Brücke führten schon lange nicht mehr genutzt wurden.

Der letzte Abschnitt des River Walks war eher unspektakulär. Ein paar Künstlerstatuen am Wegesrand, ein paar Kunstinstallationen und Sitzbänke führten bis zum Ende des River Walks im Water Works Park. In diesem kleinen Park befanden sich eine Bühne und ein Restaurant, sowie jede Menge schattenspendende Bäume. Wir überlegten kurz eines der Wassertaxis für den Rückweg zu nehmen, aber entschieden uns dagegen, da wir sonst anderthalb Stunden auf das nächste Taxi hätten warten müssen. So drehten wir eine kleine Runde durch den Park und entdeckten eines der in Florida allgegenwärtigen Warnschilder für Alligatoren.

Wir schmunzelten wegen der witzigen Aufmachung des Bildes und während wir noch darüber witzelten wie groß denn die Alligatoren in Tampa sein mögen, wurde unsere Frage prompt beantwortet.

Scheinbar gut gesättigt ließ sich der Kleine nicht von uns stören und sonnte sich gemütlich auf dem Bootsanleger. Danach machten wir uns auf den Rückweg und schlenderten gemütlich zurück zum Auto. Dabei kamen uns immer noch so viele Jogger entgegen, das wir bei dem ein oder anderen versucht waren freundlich zu grüßen.

Der Rückweg zum Hotel war schnell zurückgelegt. Dort schrieben wir noch ein paar Postkarten und machten uns dann auf den Weg zu einer Post und anschließend zum Essen. Naja, dachten wir…

Zur Post kamen wir leider nicht, da die Polizei um diese herum weiträumig abgesperrt hatte. Was passiert war konnten wir nicht erkennen und auch aus den Lokalnachrichten nicht erfahren. Also fuhren wir direkt zum Restaurant in dem wir essen wollten. Leider entpuppte sich dieses als Fast Food Restaurant, was wir eigentlich vermeiden wollten. Tja, nochmal Pech, etwas enttäuscht fuhren wir zur Alternative zwei zum Abendbrot. Leider war diese scheinbare Pizzeria nur ein Lieferdienst. So langsam wurde es nervig. Der Feierabendverkehr kam wegen der naheliegenden Baustelle nämlich auch nicht recht voran. Aber aller guten Dinge sind drei. Wir hielten auf dem Parkplatz eines italienischen Restaurants. Hungrig traten wir ein und wollten schon wieder gehen. Nein, nicht weil es so voll, oder laut war, sondern weil keiner da war. Wir vermuteten, dass sie noch nicht geöffnet hatten, oder dabei waren zu schließen, doch schon eilte ein Platzanweiser herbei und bot uns freie Platzwahl. Ein wenig skeptisch suchten wir uns einen Fensterplatz. An der Bar saßen (vermutlich) der Chef und seine Kumpanen und quasselten fröhlich auf italienisch vor sich hin. Unser junger Kellner, vielleicht ein Neffe des Bruders vom Chef, sah ein wenig verschlafen auf, aber brachte uns schnell unsere Essen. Für die Prinzessin gab es eine Lasagne und für mich Spaghetti mit Meatballs, also Fleischbällchen. Wobei Bällchen ein wenig untertrieben war. Es waren schon eher leckere Fleischbälle.

Während des Essens trudelten dann doch noch einige Gäste ein und kurz darauf wurde Lokalweit eine Runde Trivial Pursuit gestartet. Wir hielten uns gepflegt im Hintergrund und hörten zu als es in der ersten Runde um englische Literatur und Kunst ging. In der zweiten Runde kam dann Sport und Geografie dran. Fragt nicht wer die Kombinationen zusammengestellt hat. Die erste Frage konnten wir sicher beantworten als es um den schnellsten Mann der Welt ging: den jamaikanischen Blitz. Auch die zweite Frage stellte keine Hürde für uns dar. Unsere amerikanischen Tischnachbarn brachte sie allerdings ein wenig ins Schwitzen woraufhin wir uns entschlossen ihnen die Lösung zur Frage, in welchem Land denn die Donau entspringt, zu verraten. Als wir ein wenig ungläubig angesehen wurden, bestätigten wir, dass wir aus Europa sind, woraufhin die Antwort aufgeschrieben wurde und eingereicht wurde. Wir verabschiedeten uns, wünschten noch viel Glück und fuhren zurück ins Hotel.

Dort sortierten wir ein paar Bilder und blieben an einem Bild irgendwie hängen. Es beschäftigte uns noch eine Weile bevor wir einschliefen:

Eine Antwort fanden wir aber nicht. Vielleich wisst Ihr, liebe Leser, ja warum an der Howard W. Blake High School fast keine Fenster sind?

 

DER gÖTTERGATTE

 

Unterkunft: La Quinta Inn & Suites

Temperatur: ca. 22° C

Gefahrene Meilen: ca. 42

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[Reise] Islandhopping

Nach einem unspektakulären Motelfrühstück checkten wir aus dem Motel aus und machten uns auf den Weg in Richtung Norden. Wir planten wieder ein paar der zahlreichen, tollen Inseln der Westküste Floridas unsicher zu machen. Wir fuhren über Sarasota nach Longboat Key. Wir wollten eigentlich baden gehen, wussten aber nicht so richtig, wo wir denn nun parken dürfen, und wo nicht. Also machten wir Halt am Visitor Center von Longboat Key. Die nette Dame gab uns eine Karte der Inselkette und empfahl uns einen etwas ruhigen Strandabschnitt, den Beer Can Island Beach, eher ein Naturstrand, ohne WC oder Umkleidekabinen oder Coquina Beach auf der anderen Seite der Brücke auf Anna Maria Island. Dies wäre jedoch ein großer Strand, der um diese Zeit schon sehr voll sein würde, aber mit Umkleiden und WC. Wir entschieden uns erstmal für den ruhigeren Teil und wollten am Beer Can Island Beach etwas spazieren gehen. Wir ergatterten einen Parkplatz und liefen erstmal über den öffentlichen Strand. Hier war wirklich wenig los. Ein paar vereinzelte Leute auf ihren mitgebrachten Campingstühlen genossen das wunderbare Wetter.

Wir liefen also den Strand entlang, die Schuhe haben wir ausgezogen und das kühle Wasser an den Füßen genossen. Doch nach einigen Metern schien der Strand schon zu Ende, dachten wir. So machten wir noch einige Fotos, als ein Pärchen an uns vorbei lief. Wir blickten einige Minuten später in die Richtung des vermeidlichen Endes des Strandes und das Pärchen war wundersamerweise verschwunden. Von den Wellen verschluckt?

Wir näherten uns also dem Gestrüpp und sahen hier nun ein versteckten Weg. Weg ist natürlich zu viel gesagt. Da waren auf dem Sandweg ein Haufen kurze, schmale abgeschnittene Baumstümpfe. Und wer ist da wohl immer wieder gestolpert? Natürlich ich.

Aber wir schafften es dann doch unbeschadet durch und kamen an ein wirklich tollen Strandabschnitt. Es waren ein paar Leute hier, die Muscheln sammelten, ansonsten war es hier recht ruhig. Der Strand war wunderschön weiß und pulvrig. Hier und da lagen angespülte Bäume rum, die die Schönheit des Strandes jedoch nicht trübten. Hier gefiel es uns wirklich sehr gut.

Wir haben natürlich wie bei den anderen USA-Reisen unsere Namen in den Sand geschrieben. Das ist schon Tradition.

Es wurde langsam Mittagszeit und wir fuhren über den Longkey Pass nach Anna Maria Island. Wir fuhren vorbei am Coquina Beach, der uns aber, wie schon vorhergesagt, zu überfüllt schien und machten etwas später Halt an einem der zahlreichen Parkplätze am Bradenton Beach. Wir aßen im „The Frickled Fin“ zu Mittag und spazierten dann die Bridge Street zum Pier. Hier in dem kleinen Örtchen standen viele kleine bunte Häuser oder Gemäuer waren mit Strandmotiven bemalt. Es gab hier viel zu gucken.

Wir fuhren weiter Richtung Norden und fanden dann einen Strandabschnitt, wo wir uns sonnten und ins kühle Nass sprangen. Hier war nicht viel los und wir genossen die ruhige Zeit am Strand.

Auf den Weg zurück zum Übergang auf das Festland entdeckten wir noch etwas interessantes: Hier sammelt wohl einer am Strand vergessenes Buddelzeug ein und hängt es als Deko an seinen Zaun. Irgendwie witzig.

Wir fuhren nun entlang der Manatee Avenue nach Bradenton aufs Festland und machten uns dann auf in Richtung Norden nach Clearwater. Dafür mussten wir die Sunshine Skyway Bridge passieren. Wir machten vorher noch Halt um die Brücke zu bestaunen, die Sicht war nur leider etwas trüb. Deshalb konnten wir nicht wirklich weit gucken.

Dafür konnten wir im Wasser eine kleine Krabbe beobachten.

Nahe des Clearwater Airports checkten wir in unserem Hotel, dem La Quinta Inn & Suites, ein. Wir suchten uns in der Nähe in einer Sportsbar etwas zum Abendessen und fielen dann ins Bett.

Übrigens waren alle Parkplätze auf den Inseln kostenlos. Das war eine Premiere in diesem Urlaub!

Unterkunft: La Quinta Inn & Suites

Temperaturen: 29 °C Sonnenschein, aber etwas trüb

Gefahrene Meilen: 168

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[Reise] Welcome to the Wilderness

Den heutigen Tag begannen wir mit einem deftigen Frühstück in Mel‘s Diner. Danach setzten wir uns ins Auto und fuhren in Richtung Norden. Das Ziel sollte der Myakka River State Park sein. Nach einem kurzen Abschnitt auf dem Highway 41 fuhren wir auf die Interstate 75, also die Autobahn und die Prinzessin ergab sich bald dem beruhigenden Motorengeräusch und schloss die Augen. Da wir Mautstationen vermeiden wollten, verließen wir die Interstate bald wieder und fuhren durch das ruhige und einsame Hinterland Floridas. Während wir so die Landstraßen entlang fuhren, neigte sich der Tankanzeiger immer mehr dem roten Bereich entgegen. Doch von Tankstellen war weit und breit nichts zu sehen und vom Myakka River State Park auch nicht. Aber zum Glück tauchte kurze Zeit nach dem die Warnleuchte für die Restreichweite von 100 Meilen aufleuchtete, schließlich auch der State Park auf.

Der kleine Park war noch nicht besonders gut besucht und so waren wir im Infocenter fast alleine. Allerdings gab es auch nicht so viel zu sehen, da die Infotafeln und Schaubilder zu Flora und Fauna des Parks sich aufgrund der Nähe zu den Everglades nicht sonderlich von denen im Nationalpark unterschieden. Ich nutzte die Gelegenheit die Parkranger noch nach der nächsten Tankstelle zu fragen. Zum Glück war diese nicht so weit entfernt, wie die letzte an der wir vorbei gefahren waren.

So stiegen wir bald wieder ins Auto und fuhren zum ersten Haltepunkt auf der Straße durch den State Park. Dies war eine kleine Brücke die auf beiden Seiten von Parkplätzen gesäumt war. Dutzende andere Besucher tummelten sich hier und wechselten regelmäßig die Brückenseite um ins Wasser zu starren.

Vermutlich suchten alle nach den allgegenwärtigen Alligatoren in Florida, dabei machten sie sich in diesem Park doch eher rar. Nur die überall herumstehenden Warnschilder kündigten von ihrer Anwesenheit.

Da wir nur in weiter Ferne zwei Alligatoren sehen, aber nicht genau erkennen konnten fuhren wir weiter. Von den, die Straße säumenden, Bäumen hing spanisches Moos herunter und ließ die Umrisse der Baumstämme und Äste etwas verschwimmen.

Schon bald erreichten wir den nächsten Haltepunkt. Von hier starteten wir zu einer kleinen Wanderung über einen kurzen Lehrpfad. Der Pfad führte quer durch den Wald und wir sahen jede Menge verschiedene Laubbäume und Palmen, teilweise mit Moos überwachsen.

Wie viele andere Wanderwege ist auch dieser als Rundweg angelegt. Nach der Hälfte des Weges kamen wir am Canopy Walk an. Das ist ein Baumkronenpfad, obwohl in diesem speziellen Fall wohl eher von einem Baumkronenpfädchen.

Der Pfad war nicht wirklich zwischen Baumkronen, sondern zwischen zwei Holztürmen und recht kurz.

Trotzdem konnten wir vom Pfad aus das spanische Moos wunderbar aus der Nähe ansehen.

Der zweite Turm war um einiges höher als der Zugang zum Baumkronenpfad aber wir wagten trotzdem den Aufstieg. Nach etlichen Stufen erreichten wir schließlich die etwas wackelige Aussichtsplattform in 23 Metern Höhe. Der Blick nach unten ließ einen schon mal kurz schlucken, aber die Aussicht ließ uns die Höhe schnell vergessen. Die ruhigen Wälder um den Aussichtsturm herum lassen einen auch fast vergessen, dass man sich mitten in einer der fortschrittlichsten Industrienationen der Welt befindet. Die Everglades erstrecken sich über viele tausend Quadratmeilen und werden nur ab und zu von einem Highway durchschnitten.

Vom Baumkronenpfad aus fuhren wir weiter zum Myakka Outpost, einem kleinen Restaurant mit wesentlich größerem Souvenirshop.

Auch wenn es auf dem Bild nicht so aussieht, tummelten sich hier wesentlich mehr Besucher, was auch daran liegen könnte, dass von hier ein Boot zu einer Rundfahrt über den nahegelegenen Lake Myakka abfuhr.

Mit einem Beutel voller Souvenirs und einer kleinen Mahlzeit im Bauch verließen wir den Outpost schließlich wieder.

Am Parkausgang wandten wir uns dann, wie am Morgen von der Rangerin beschrieben, nach rechts und fuhren in Richtung Sarasota. Dabei kamen wir am Sarasota National Cemetery vorbei. Wir gingen eine kleine Runde über den Friedhof der für die Angehörigen Streitkräfte angelegt ist, und eine erschreckende Größe aufweist.

Sehr nachdenklich setzten wir unsere Fahrt fort. Das nächste Ziel war aber erstmal eine Tankstelle. Danach konnten wir die Rückfahrt zum Hotel in Angriff nehmen. Das monotone Motorengeräusch während der Fahrt auf der Interstate sorgte dafür, dass die Prinzessin schnell wieder die Augen schloss, aber rechtzeitig vor der Ankunft am Hotel wieder erwachte. Dort machten wir uns kurz frisch und fuhren dann zum Abendbrot bei Hooters. Die Prinzessin gönnte sich ein paar Fischtacos und ich aß einen Burger. Zum Dessert gab es dann noch einen äußert leckeren Minikuchen.

Wer jetzt denkt das war’s, der irrt. Wir fuhren nochmals in die Nähe des Lakes Regional Park, den wir schon besucht hatten. Allerdings wollten wir nicht in den Park sondern zu noch nicht allzu später Stunde noch ein Runde Minigolf spielen. Die Castle Golf Inc Minigolfanlage war unser letztes Ziel für diesen Tag. Die ganze Anlage war, wie der Name „Minigolf“ schon sagt, recht überschaubar, und doch hatten wir eine Menge Spaß dabei, uns auf den abwechslungsreichen Bahnen auszutoben. Da ging es durch Steilkurven und Wasserfälle, über Hängebrücken, um Ecken und Kanten, auf und ab und das alles unter den wachsamen Blicken des Burgdrachen, der über der Anlage thronte.

Zwischendurch blieb aber auch mal Zeit um mit dem Glücksbärchi der Anlage zu kuscheln.

Doch trotz des Spaßes den wir hatten, wurde uns immer wieder bewusst gemacht, dass jenseits des Zaunes der sichere Tod lauerte!

So neugierig wir auch waren, vor was wir uns hier in Acht nehmen sollten, so wenig hatten wir Lust mit den Zähnen Bekanntschaft zu machen, die dieses Schild angeknabbert hatten. Wir waren uns aber ziemlich sicher, dass dieses etwas merkwürdig aussehende Geschöpf vermutlich nicht dafür verantwortlich war.

Wir spielten den Parcours unbeschadet durch und nach meinem glorreichen Sieg fuhren wir zurück ins Hotel und fielen erschöpft ins Bett.

 

DER gÖTTERGATTE

 

Unterkunft: Americas Best Value Inn in Fort Myers

Temperaturen: 28°

Gefahrene Meilen: ca. 185

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[Reise] What a wonderful day

Wir standen früh auf, denn wir hatten heute viel vor. Unsere Fahrt führte uns nach Sanibel Island. In einem Couponheft entdeckten wir das „Island Cow“. Wir befragten Google und fanden heraus, dass es sehr beliebt zu sein scheint. Also fuhren wir zu erst in den Periwinkle Way und nahmen in dem Diner, welches wir wirklich nur empfehlen können, ein köstliches Frühstück ein.

Nach einem deftigen Frühstück fuhren wir die Straße wieder ein Stück zurück zu Billys Rental. Hier haben wir uns wieder Fahrräder ausgeliehen. Die waren eindeutig komfortabler als die Klapperkisten in den Everglades.

Wir fuhren den Periwinkle Way bis zur Spitze der Insel zum Sanibel Lighthouse. Wir spazierten durch den Lighthouse Park und kamen dann zu dem etwas außergewöhnlich, aussehenden Leuchtturm.

Wir liefen den Strand entlang zum Sanibel Fishing Pier. Der Strand ist eher ein Naturstrand, aber ein paar sich sonnende Leute hat man doch gesehen. Aber hauptsächlich waren Muschelsammler unterwegs.
Auf dem Weg zum Pier entdeckte mein Göttergatte im Wasser die erste Flosse eines Delfins und war ganz fasziniert. Zwei oder drei von den hübschen Tierchen schwammen einige 100 Meter von uns entfernt.

Auf dem Pier waren viele Angler unterwegs und ein niedlicher Vogel, ein Egret, der sich gar nicht von dem Getümmel hat stören lassen. Wahrscheinlich wollte er ein Stück Fisch stibitzen.

Wir fuhren noch eine große Runde mit dem Rad über den East Gulf Drive vorbei an den Häusern der Reichen und Schönen, bevor wir dann zurück zu Billys Rental fuhren um 3 ½ Stunden nach unserem Start die Räder wieder abzugeben.

Der nächste Halt war das kleine Städtchen Captiva, von wo aus wir eine Delphintour mitmachen wollten. Nach kurzer Suche fanden wir „Captiva Cruises“ und haben uns dort Tickets besorgt. Bis es losging waren es jedoch noch 2 ½ Stunden, also wollten wir noch ein bisschen durch Captiva schlendern und am Strand baden gehen, doch unser Vorhaben scheiterte an der Parkplatzsuche. Nirgendwo war etwas frei, nur kurze Zeit für bestimmte Läden, aber nicht um mal ein Stündchen durch das Städtchen zu spazieren, geschweige denn an den Strand zu gehen. Auf allen Schildern stand „No Beach Parking“. Nach einem Latte Macchiato und ein Stück Kuchen bei Starbucks und einer verzweifelten Parkplatzsuche fuhren wir wieder ein Stück zurück Richtung Sanibel. Hier entdeckten wir eine kleine Bücherei zum Bücher tauschen. Niedlich und so schöne Farben.

Auf unseren Weg Richtung Sanibel fanden wir dann einen Parkplatz an einem öffentlichen Strandstück. Hier hielten wir und mein Göttergatte sprang in die Fluten um sich zu erfrischen. Es war hier sehr windig und es kamen Riesenwellen. Ich bin nicht ins Wasser gegangen, ich bin ja immer so eine Frostbeule. Stattdessen sonnte ich mich ein bisschen.

Nach einer halben Stunde war es Zeit zum Aufbruch. Wir fuhren fast zum nördlichsten Punkt Captivas, von wo aus die Fähre ablegen sollte. Dafür mussten wir den Eingang einer Hotelanlage passieren und noch ein Stückchen über das Gelände zum Yachthafen fahren. Wir durften uns hier auch nur für die Zeit der Delphintour aufhalten.
Am Hafen erlebten wir dann gleich eine Überraschung. Im Wasser schwammen zwei Manatees. Endlich haben wir welche gesehen. Wir haben so oft gehofft und dann kamen sie endlich. Neben einem Boot kam die Schnauze eines Manatees raus um Frischwasser aus dem Strahl am Steg zu ergattern. Niedlich.

Auf der Fähre suchten wir uns ein kühles Plätzchen innen bis es losging. Die Fähre legte ab und der Kapitän erzählte ein bisschen was zur Tour. Als wir aus dem Hafen raus fuhren gab die Fähre Gas und da kamen sie auch schon, die Delfine. Wir gingen dann ans Heck und beobachteten das tolle Spektakel. Die Delfine schwammen mit uns ins Meer hinaus und boten uns eine tolle Show. Sie sprangen was das Zeug hielt und das fast zum anfassen nah. Von den Kindern hörten wir nur „Ah´s“ und „Oh`s“ und auch wir waren begeistert. Diese Tour war der Hammer.

Nun fuhren wir etwas langsamer entlang der Küste und bewunderten die Häuser am Ufer und sahen den Vögeln zu. Wir fuhren nördlich von Captiva noch an einer Insel vorbei und lasen im Nachhinein im Internet, das sich hinter den Mangrovenbäumen einige Privatgrundstücke befanden.

Es ging nun langsam der Abendbrotzeit entgegen. Unser Plan war es nach Sanibel zurück zu fahren und im „Island Cow“ zu Abend zu essen. Doch dort angekommen war es mehr als voll. Es ist also ein sehr beliebtes Lokal. Wir fuhren weiter und entschieden uns bei „Schnappers Hot Sanibel“ Halt zu machen. Wir nahmen zwei Riesenhotdogs und Milchshakes mit und fuhren nochmal zum Lighthouse Park, um dort an einen der zahlreichen Picknicktische unser Abendessen zu uns zu nehmen.

Nun spazierten wir noch einmal zum Pier und erlebten hier einen wunderschönen Sonnenuntergang. Bevor die Sonne jedoch gänzlich hinterm Horizont verschwunden ist, habe ich mich, wie zahlreiche andere Besucher, auf die Suche nach ein paar Muscheln gemacht. Da ich natürlich wie ein Laie losging und nichts hatte, wo ich die Muscheln reinlegen konnte, habe ich kurzerhand den Milchshakebecher vom Abendbrot sauber gemacht. Das tat es definitiv auch.

Meine Muschelausbeute habe ich dann natürlich im Hotelzimmer fotograknipst.

Das war bis auf die elende Parkplatzsuche ein wirklich wunderschöner Tag mit tollen Erlebnissen.

Unterkunft: Americas Best Value Inn in Fort Myers

Temperaturen: 29°C

Gefahrene Meilen: ca. 75 plus ca. 8,5 mit dem Fahrrad

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[Reise] Back to the Roots…

Am Tag zuvor hatten wir schon einen beeindruckenden Landschaftspark besucht und so sollte es heute weitergehen. Also machten wir uns nach dem Frühstück auf den Weg zum Lakes Regional Park ein Stück südlich von Fort Myers. Am frühen Morgen war der Park zwar schon gut besucht, aber noch nicht überfüllt. Daher fanden wir einen schattigen Parkplatz für unser Auto und schlenderten erstmal zu einer Infotafel um uns einen Überblick über den Park zu verschaffen. Dabei liefen wir an einer Statue vorbei die zwei Kindern beim schaukeln zeigte.

Von dort gingen wir weiter und kamen auch bald an den See, der mit Kajaks und Paddelbooten befahren werden konnte.

Auch wenn das Wasser etwas trüb war, waren einige Fische unter der Wasseroberfläche erkennbar und demzufolge tummelten sich auch hier wieder zahlreiche Wasservögel. In der Nähe befanden sich auch einige überdachte Grillplätze, die überall am Wasser verteilt waren und für gut und gerne 50 Leute ausgelegt waren. Gerade heute am Wochenende waren fast alle Plätze vermietet und die ersten Gäste waren dabei die einfachen Unterstände für verschiedene Feierlichkeiten mit allerlei Luftballons und Girlanden zu schmücken. Wir ließen die Grillplätze zurück und gingen in Richtung des Railroad Museum of South Florida, einem eher kleinen Eisenbahnmuseum. Es bestand aus einer Lokomotive, dem dazugehörigen Kohlewagen und einem weiteren Wagon.

Auf dem Gelände verkehrte auch eine kleine Eisenbahn für kleine und große Eisenbahnenthusiasten, ähnlich der Parkeisenbahn am Leipziger Auensee.

Bevor wir über eine Brücke quer über den See schlenderten, machten wir noch einen kurzen Abstecher in den botanischen Garten des Parks. Natürlich kein Vergleich zum scheinbar riesigen botanischen Garten in Naples , aber trotzdem sehr schön angelegt.

Die Sonne kletterte immer höher und ebenso stiegen die Temperaturen. Entlang des Weges sahen wir auch weitere Wassertiere die sich an die Oberfläche trauten um ein paar wärmende Sonnenstrahlen abzubekommen, wie zum Beispiel diese, gar nicht mal so hübsche, Florida Weichschildkröte.

Neben zahlreichen Palmen waren auch wieder Sukkulenten und Orchideen in allen möglichen Farben in diesem Abschnitt des Parks. Auch kleinere Bäume aus unseren Breitengraden fühlten sich im Park pudel wohl und spendeten so manch einem Eichhörnchen ein ruhiges Plätzchen.

Sogar ein kleiner Schmetterlingsgarten war hier angelegt, der aber leider nur ein paar wenige Schmetterlinge beherbergte.

Eine kurze Runde durch diesen Abschnitt des Parks später setzten wir unseren Weg durch den Rest des Parks fort. Die Temperaturen näherten sich wieder der 30 Grad Marke und auf der Brücke über den See war weit und breit kein Schatten in Sicht. Also überquerten wir sie schnell und suchten uns am anderen Ufer des Sees ein schattiges Plätzchen und fanden es unter ein paar Bäumen.

Nach einer kurzen Pause wanderten wir weiter und setzten uns schließlich unter einen der Grillpavillions, der noch nicht besetzt war um ein paar Postkarten zu schreiben und ein paar Snacks zu uns zu nehmen. Einigermaßen erholt nahmen wir den Rückweg zum Auto auf uns. Da es immer heißer wurde, fuhren wir erstmal zum Hotel zurück um uns etwas abzukühlen und eine Siesta zu halten.

Am Nachmittag fuhren wir dann zu den Edison & Ford Winter Estates. Das waren die Winterquartiere der Herren Thomas Edison und Henry Ford. Thomas Edison, der allen unter anderem als Erfinder der Glühlampe ein Begriff sein sollte, hatte hier außerdem sein Labor. Wir sahen uns erst im Museum um, wo viele der Erfindungen und ein Teil des Besitzes von Thomas Edison ausgestellt waren. Unter anderem war dort ein Ford Modell T, der von Henry Ford selber umgebaut wurde, um den beiden guten Freunden bei ihren Ausflügen in die Everglades als Campingwagen und mobiles Labor zu dienen.

Da von T. Edison aber nicht nur die Glühlampe stammt, sondern die ersten Ton- und auch Filmaufnahmen waren entsprechend viele Grammophone und viele der ersten Lichtbildprojektoren ausgestellt. Beeindruckend war auch das Schaubild zur Entwicklung des aufgenommenen Tons, bzw. der Medien auf denen der Ton aufgenommen wurde. Von den ersten Aufnahmen von Kinderreimen auf einfacher Alufolie im Jahr 1877 über Schallplatten, Kassetten bis hin zu heutigen digitalen Speicherung.

Anschließend ging es weiter in das nachgebaute Labor von Edison, sowie sein Büro. Hier arbeitete er unter anderem an der Herstellung von Gummi für den in den 1920er Jahren gestiegenen Bedarf an Gummi für Autoreifen.

Dazu baute er dutzende verschiedene Pflanzenarten in seinem Garten an um festzustellen, welche Pflanzenart das meiste Latex produziert und welche die am schnellsten nachwachsende Sorte ist.

Natürlich befand sich auch das nicht gerade kleine Winterquartier der Familie Edison dort. Von der, um das ganze Haus laufenden, Terrasse hatten wir viele Einblicke in die einzelnen Räume des Hauses, wie zum Beispiel das Wohnzimmer, aber auch das Esszimmer, die Küche und das Gästezimmer.

Vom Haus der Edisons ging es direkt weiter zum nebenan liegenden Haus von Henry Ford. Bereits Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts ging in den USA der Trend zum Zweitauto. Oder Dritt-, oder Viertauto. Zumindest bei Familie Ford. Denn der Erfinder des Autos hatte gleich vier tolle Oldtimer in seiner Garage geparkt, alles verschiedene Modelle seines berühmten Modell T.

Auch die Gärten der beiden Häuser gingen nahtlos ineinander über. Hier standen auch weitere Pflanzen die von Edison angebaut wurden, zum Beispiel mehrere Bambushaine, aber auch diverse Palmenarten.

Auf dem Rückweg zum Parkplatz kamen wir nochmal am Banyanbaum vorbei der in den 1920er gepflanzt wurde. Dieser Baum bildet an seinen Ästen sogenannte Luftwurzeln aus, die mit der Zeit bis zum Boden herab wachsen und schließlich neue Stämme bilden. So hat sich der ursprüngliche Banyanbaum mittlerweile fast auf die Größe eines Tennisplatzes ausgedehnt.

Wenn man dann vor diesem riesigen Baum steht und den Verlauf der verschiedenen Äste und Stämme bis zum ursprünglichen Stamm verfolgt, der aus einem kleinen Setzling entstanden ist, der hier vor fast 100 Jahren seine Wurzeln geschlagen hat, ist das schon sehr beeindruckend.

Auf dem Rückweg zum Hotel beschlossen wir unsere Wurzeln, ich meine unsere Beine nochmal in den Pool zu strecken um uns nach diesem Tag abzukühlen. Naja, also ich habe meine Beine in den Pool gesteckt und mich im Wasser abgekühlt, während meine Prinzessin am Rand lag und gelesen hat. Abgerundet wurde der Tag durch eine kleine Pizza gegenüber vom Hotel, die wir uns teilten (irgendwas bei 2/3 für mich und 1/3 für die Prinzessin – also absolut fair).

 

DER gÖTTERGATTE

 

Unterkunft: Americas Best Value Inn

Temperatur: 31° C, sonnig

Gefahrene Meilen: ca. 20

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[Reise] Naples Botanical Garden

Neue Stadt – Neuer Morgen. Wir beginnen unseren Tag mit einem typischen amerikanischen Frühstück in einem typischen amerikanischen Diner. Wir wählten das vom Hotel nicht weit entfernte „Joe’s Diner“. Das Diner war schon gut gefüllt, aber wir fanden noch ein Plätzchen. Wir bestellten und ließen uns ein großzügiges Frühstück schmecken.

Heute wollen wir uns den Naples Botanical Garden anschauen. Ich habe schon viel von dem Botanischen Garten gehört und freute mich schon sehr darauf. Das Wetter ist heute perfekt für den Besuch. Wir besorgten uns die Eintrittskarten und los konnte es gehen. Der Park macht schon auf den ersten Blick einen sehr gepflegten Eindruck.
In regelmäßigen Abständen gibt es im Park bestimmte Sonderausstellungen. Während unseres Besuches hieß die Sonderausstellung „Origami in the Garden“. Im ganzen Park sind blumige und tierische Skulpturen im Stile des japanischen Origami von dem Künstler Kevin Box ausgestellt. Hier ein paar Beispiele:

 

 

   

 

Im „Childrens Garden“ starteten wir unseren Rundgang. „Childrens Garden“ beherbergt einen kleines Schmetterlingshaus und einen sogenannten Ideengarten. Das war sehr witzig, denn hier kann man sich Anregungen holen in was für alltäglichen Gegenständen man Blumen rein pflanzen kann. Von Gitarre, Toaster über Handtaschen, Stiefel bis hin zu einem CD-Player und sogar einer Toilette  war hier alles dabei.

 

Wir liefen weiter und hatten einen tollen Blick auf den „Brazilian Garden“ und seinem Infinity Pool.

Vom „Burle Mark Plaza“ konnten wir dann den „Brazilian Garden“ von oben bestaunen.

Als nächstes kamen wir zum „Caribbean Garden“, dort ruhten wir uns im Schatten kurz aus. Es war Mittagszeit und die Hitze machte uns sehr zu schaffen.

Auch im „Florida Garden“ gab es schattige Plätzchen, mit Stühlen und Tischen zum entspannten Verweilen und Aussicht genießen.

Im „Succulent Garden“ gab es zahlreiche Kakteen und Sukkulenten zu entdecken. Manche der Pflanzen kannten wir schon von unserem letztjährigen Urlaub auf den Kanaren, aber auch Unbekannte waren dabei.

 

Mein Göttergatte lief in entspannter Ruhe ein rundes Labyrinth ab und stapelte im „Enabling Garden“ Steine.

 

In diesem Teil standen von Schülern selbstgestaltete kleine Minigärten, wie z.B. ein Disney-Basketballgarden.

Im „Asien Garden“ war es alles, wie der Name es schon sagt, im asiatischen Stil angelegt. Die Tempel wurden aus indonesischem Holz von Indonesiern gebaut. Die Tempelstatuen, die dort herumstanden, waren allerdings Nachbildungen

Den Abschluss unseres Rundgangs machte der „Orchid Garden“ mit seinen kunterbunten und wunderschön anzusehenden Blüten.

 

 

Den ganzen Tag kann man in diesem botanischen Garten verbringen, was wir auch taten. Im Anschluss fuhren wir nach Fort Myers, wo wir unser Motel für die nächsten vier Nächte bezogen. Am Abend haben wir noch „Famous Dave’s Bar-B-Que“ besucht und lecker zu Abend gegessen.

Unterkunft: Americas Best Value Inn in Fort Myers

Temperaturen: 30° C

Gefahrene Meilen: ca. 60

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[Reise] Der Natur auf der Spur

Auch heute war der erste Blick aus dem Fenster wieder sehr vielversprechend.

Wir zogen uns an und nahmen das Motelfrühstück ein. Dann machten wir uns auf den Weg. Wir steuerten den Everglades Nationalpark an. Aber bevor wir den Eingang passierten, wollten wir noch bei „Robert is here“ vorbei schauen. In diversen Reiseberichten las ich von dem Obst- und Gemüsestand der sich unweit des südlichen Teils der Everglades befindet. Der riesige Stand war auch nicht zu übersehen und wir hielten an um uns ein bisschen umzuschauen. Viele leckere Südfrüchte hatte Robert zu bieten, außerdem Shakes, Honig, Öle, Gewürze und vieles mehr. Wir kauften eine Packung schon geschnittener Ananas und ein paar Bananen für unterwegs und mein Göttergatte hielt einen kleinen Plausch mit Robert. Sehr sympathischer Mann, der uns erzählt hat, was in den Everglades zu empfehlen ist und uns angeboten am Abend nochmal vorbeizuschauen, da würde er uns dann noch etwas Obst aufschneiden.

Wir fuhren weiter zum Nationalparkeingang, wo wir doch fast das berühmte Nationalparksschild verpasst hätten. Aber zum Glück bemerkten wir es noch rechtzeitig und schossen ein (paar) Selfi(es).

Erster Halt war das Ernest F. Coe Visitor Center. Hier gab es ein kleines Museum mit interessanten Informationen über die Tier- und Pflanzenwelt der Everglades. Hier sprachen wir auch mit einem freiwilligen Helfer, der uns ein paar interessante Fakten über Schlangen, Alligatoren und über den Florida Panther erzählt hat. Außerdem sagte er, dass am Haltepunkt Royal Palm bald eine kostenlose Führung durch einen Ranger über den Anhinga Trail stattfinden sollte. Das wollten wir uns nicht entgehen lassen und so fuhren wir nach Royal Palm. Wir schlossen uns der Gruppe an. Gleich zu Beginn im See war schon der erste Alligator zu sehen. Es sollte nicht unser letzter sein.

Noch Nahe dem Startpunkt befanden sich einige abgeschnittene Bäume, auf denen immer mal Geier thronten.

Der etwa eine Meile lange Rundweg führte vorbei an einem schmalen Fluss und beherbergt unzählige verschiedene Tiere. Neben Vögeln, wie dem Anhinga, oder amerikanischer Schlangenhalsvogel, nach dem der Trail benannt wurde, findet man hier Schildkröten, Fische, Manatees, Rehe, Florida Panther, Otter und natürlich unzählige Alligatoren. Nicht alle Tiere haben wir gesehen. Der Manatee blieb noch aus, auch Rehe und Otter haben sich versteckt und der Florida Panther blieb ebenfalls im Verborgenen. Dafür konnten wir uns an unzähligen verschiedenen fliegenden Tieren und den für die Everglades berühmten Alligatoren sattsehen. Auch einige Schildkröten haben sich an die Oberfläche getraut und verschiedene Fische schwammen vergnügt im Wasser umher.

Nachdem wir den Trail entlang spaziert sind und die Tiere beobachtet haben, fuhren wir an einen nahe gelegenen Picknickplatz. Hier sind wir ausgestiegen, suchten uns ein schattiges Plätzchen und mussten uns gleich einer großangelegten Offensive von Moskitos stellen, die schon am Eingang angekündigt wurden. Schnell sprühten wir uns mit dem Mückenspray ein um uns die Viecher vom Hals zu schaffen. Ich musste mit zwei riesigen Flatschen an der Stirn und zweien an den Beinen klarkommen, mein Göttergatte hat nichts abbekommen, der Glückliche. Wir aßen unsere mitgebrachten Snacks, die leider den Geschmack des Mückensprays hatten, da das Zeug ja nun überall klebte. Und bald darauf kam auch schon ein kleiner roter Vogel an, der hoffte ein paar kleine Krümel stibitzen zu können.

Unsere Fahrt führte weiter zum nicht weit entfernten Pa-Hay-Okee Overlook. Niedliche 0,2 Meilen lang war der Rundweg und man konnte die flache Wildnis der Everglades überblicken.

Nächster Halt sollte das Flamingo Visitor Center sein. Wir fuhren bis zur Ende der Straße, die uns durch die Everglades führte und schauten uns hier ein bisschen um.

Hier gab es ein Moskitobarometer. Immerhin stand dieser schon bei Horrible, also schrecklich, entsetzlich, fürchterlich, abscheulich. Das haben wir ja schon gemerkt.

Hier blieben wir aber von den Tierchen verschont, wahrscheinlich weil der Wind uns hier wie wild durch die Haare blies.
Wir aßen hier im improvisierten Restaurantbereich etwas zu Mittag und wollten dann schauen, ob wir ein paar Manatees antreffen. Leider Fehlanzeige. Dafür hatten wir eine schöne Aussicht.

Wir liefen noch zu den Bootsanlegestellen, wo man verschiedene Touren mitmachen oder sich einfach ein Kanu ausleihen kann, um die Everglades auf eigene Faust zu erkunden. Auch hier entdeckten wir in der Ferne wieder etwas was aussah wie ein Alligator oder war es doch nur ein Stein oder gar eine Attrappe? Nein, es  war eines der wenigen hier vorkommenden Salzwasserkrokodile. Diese Tiere liegen fast noch regungsloser herum als Alligatoren. Mein Göttergatte fragte dann jemanden, der meinte, dass es echt ist.

Wir beobachteten noch eine Weile einen Reiher, der in Seelenruhe in unserer Nähe stand. Er hatte leider in unserer Anwesenheit nichts gefangen. Er hat es versucht und ein paarmal ins Wasser geschnappt, aber erfolglos. Fasziniert beobachteten wir trotzdem, wie er sich von groß, schlank und grazil in einen kleinen kurzen Bausch verwandeln kann.

 

Auf dem Rückweg hielten wir nochmal bei „Robert is here“. Wir nahmen uns zwei Milchshakes mit und wir ließen uns von einem Mitarbeiter eine Mango aufschneiden.

Am Motel angekommen nahmen wir was Kleines zum Abendbrot ein, was im Grunde aus dem gekauften Obst bestand, weil wir gar keinen großen Hunger hatten. Mein Göttergatte sprang dann nochmal in den Pool um sich zu erfrischen.

Das war auch schon unser Tag. Es dämmerte, wir schauten noch ein bisschen Fern und legten uns dann schlafen.

Unterkunft: Travelodge Florida City

Temperaturen: 29° C

Gefahrene Meilen: ca. 102

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