[Nähecke] Strandkleid

Heute möchte ich Euch mein Strandkleid aus dem schönen Bio Sommerjersey, bedruckt mit fallenden Federn, zeigen. Der Stoff ist vom letzten Sommer und war sehr beliebt. Relativ schnell füllten sich Instagram und verschiedene Blogbeiträge mit den unterschiedlichsten Designbeispielen. Der Stoff liegt schon eine ganze Weile bei mir zu Hause, aber ich tat mich ein bisschen schwer etwas passendes daraus zunähen. Leider hatte ich nämlich ein bisschen zu wenig davon bestellt und konnte mir manche Idee einfach mal abschmatzen, weil mir immer ein Stück Stoff fehlte. Und mit anderen Stoff kombinieren? Ne, das wäre in diesem Fall irgendwie blöd. Kurz vor unserem Urlaub kam mir dann die Idee zu einem kurzem Neckholder Kleid. Da brauch man ja gar nicht soooooo viel mehr Stoff. Und es ist mir doch ganz gut gelungen.

Die Vordere Mitte habe ich ein bisschen höher zugeschnitten und einmal gesäumt. Dann hab ich als Eyecatcher einen großen Silberring als Verbindung von Kleid und dem Band, welches am Nacken zusammengebunden wird, gewählt.

Hinten habe ich ein Tunnelzug genäht und ein Gummiband eingenäht, damit es nicht rutscht.

Das Kleid ist sehr bequem und für heiße (Strand)tage perfekt. Ich mag es sehr.

Entstanden sind die Fotos am eigenen Strandabschnitt der Edgewaterlodge in Layton auf Long Key und im Long Key State Park. ([Reise] Takin‘ it slow)

[Nähecke] Urlaubskleid I

Vor dem Urlaub war großes Nähen angesagt. Denn für unsere Floridareise brauchte ich noch ein paar hübsche Sommerkleider und kurze Sachen. Ich möchte Euch natürlich noch zeigen was alles entstanden ist. Der Urlaub bot eine perfekte Kulisse um meine hergestellten Sachen zu präsentieren.

Ich beginne mit einem Sommerkleid aus leichtem Viskosestoff.

Den Schnitt habe ich aus einem vorhanden Kleid abgekupfert. Unter der Brust habe ich einen Gummizug eingenäht, damit eine Raffung entsteht. Die Schultern habe ich ein bisschen breiter geschnitten und den Saum umgenäht.

Den Rockteil habe ich knielang und leicht ausgestellt zugeschnitten, dadurch fällt er locker und leicht am Körper herab.

Am Halsausschnitt habe ich mit einem Beleg gearbeitet. Ich wollte einen kleinen Rückenausschnitt, damit man mein Tattoo sehen kann (Ihr wisst, ein schöner Rücken kann auch entzücken). Deshalb habe ich den Auschnitt hinten größer gewählt als vorne. Da der Stoff jedoch etwas weich und flutschig ist, rutschte er immer an den Schultern runter. Deshalb habe ich am Rückenausschnitt mit zwei Bändern gearbeitet, die ich zu einer Schleife binden kann. Eine sehr hübsche Lösung wie ich finde.

Das Muster kann man auf dem Bild gar nicht so richtig erknnen. Es sind kleine Tänzerinnen. Ich finde das Muster passt sehr gut zum Kleid.

Entstanden sind die Fotos am Strand im schönen Key West und auf unserer Veranda in der Edgewaterlodge während des Sonnenuntergangs. ([Reise] On the Road)

[Reise] Time to Say Goodbye

Unsere letzte Nacht auf amerikanischen Boden geht zu Ende. Wir sprangen früh aus den Federn. Da unser Motel ja nur einen Block vom Strand entfernt lag und wir dazu noch an der Ostküste Floridas waren, wollten wir zum Strand laufen und den Sonnenaufgang genießen. Wir machten uns also auf den Weg. Es war noch etwas frisch. Der Strand war wie leergefegt. Nur ein paar einzelne Leute, die ebenfalls den Sonnenaufgang sehen wollten und ein paar Jogger waren unterwegs. Und natürlich gab es auch einen Mann, der seinen Metalldetektor über dem Sand hin und her schwang  und auf der Suche nach verlorengegangenen Schmuck oder Geld der Strandbesucher war. Da hat er so früh am Morgen ja noch gute Chancen was zu finden.  Aber von jungen Partymäusen die noch am Abend zuvor in Strandnähe umherstolzierten war nichts mehr zu sehen. Die werden wohl alle noch schlafen. Der Himmel war mit Wolken übersät, aber das Lichtspiel was sich uns bot, als die Sonne hinter dem Horizont hervorschaute war atemberaubend schön.

 

Wir genossen noch ein wenig die morgendliche Ruhe am Strand bevor wir Richtung Süden spazierten.

Wir wollten frühstücken, aber die ganzen Bars am Fort Lauderdale Beach Blvd öffneten erst um neun ihre Pforten. Als liefen wir den Las Olas Blvd stadteinwärts und überquerten eine Zugbrücke. Am Merle Fogg Park machten wir Halt, setzten uns auf eine Bank und hatten guten Blick auf die Zugbrücke und die Bucht. Wir konnten nun auch beobachten, wie die Zugbrücke geöffnet wurde und ein paar Segelboote durch fuhren.

Wir suchten uns nun am Ford Lauderdale Beach Blvd etwas zum frühstücken. Dafür machten wir Halt am Café del Mar. Wir saßen draußen und hatten zum Abschluss noch einen herrlichen Blick auf den Ozean.

Nach einem gemütlichen Frühstück machten wir uns wieder auf den Weg zurück zum Hotel. Wir luden die Koffer ins Auto und fuhren nochmal an einem Walmart vorbei, um letzte Besorgungen zu machen. Ich liebe ja diese Riesen Walmartdinger. Hier bekommt man einfach ALLES.

Dann fuhren wir Richtung Flughafen und gaben unser Auto zurück. Das verlief alles unkompliziert. Wir holten am Check-In Schalter unsere Tickets. Wir schwitzten wieder ein bisschen, weil ja auch auf unserem Rückflug das Problem des vertauschten Vor- und Nachnamens bestand. Aber wir hatten an unserem Schalter einen netten Angestellten, der selber vor einiger Zeit für zwei Jahre in Leipzig gelebt hat. Da hatten wir ja gleich Gesprächsstoff und das Ganze auf Deutsch. Mit unseren Tickets konnten wir dann, nach gefühlten 50 Passkontrollen vorzeigen, ins Flugzeug einsteigen. Wir starteten pünktlich in Miami und landeten ebenso pünktlich in Düsseldorf, wo wir nach zweieinhalb Wochen unseren Skoda wieder in die Arme schließen durften.

Das letzte geschossene Foto unserer Reise war übrigens bunt und noch am Flughafen in Miami entstanden:

Die Fensterscheiben waren mir schon am ersten Tag auf dem Hinweg aufgefallen, deshalb mussten wir sie zum Schluss noch fotografieren.

Das Wetter in Deutschland war sehr regnerisch und trüb. Da fiel uns das Ankommen noch schwerer. Es war früh um Sieben. Mein Göttergatte wollte nach dem, trotz das alles gut lief, anstrengenden Flug nicht noch die weite Strecke nach Leipzig zurück fahren und so haben wir in Wuppertal ein Zimmer gemietet und uns noch ein bisschen die Stadt angesehen. Naja, da gibt es jetzt nicht wirklich viel dazu zu sagen. Am nächsten Tag sind wir dann nach Leipzig zurück gefahren.

Nun war er vorbei, unser schöner Urlaub. Wir werden die nächsten Tage, nachdem wir nun durch das Schreiben des Reiseberichts die Reise quasi nochmal erlebt haben, ein Fazit geben.

Schön, dass ihr dabei wart!

Temperaturen: 20 – 25°C, bewölkt

Gefahrene Meilen: 33

[Reise] Von Flamingos, Pfauen und anderen Federtieren

Der letzte volle Tag brach an, das Wetter war warm, aber wechselhaft. Wir standen früh auf und aßen ein schnelles Frühstück bei Starbucks. Wir hatten heute die längste Autofahrt vor uns, etwa vier Stunden bis nach Fort Lauderdale. Wir brauchten tatsächlich die Zeit, wenn nicht sogar noch länger. Es war teilweise sehr stockender Verkehr, oder aber, wir sind von der Straße abgekommen, weil unser Navi nicht mehr mit neu angelegten Straßen übereinstimmte. Aber wir kamen an. Bevor wir Fort Lauderdale direkt ansteuerten machten wir Halt in dem kleinen Ort Davie. Hier besuchten wir Flamingo Gardens, einen botanischen Garten und Naturreservat.

Wir passierten den Eingangsbereich und begannen den Rundweg. Zu Beginn sieht man viele Bäume und Sträucher, hier und da mal ein paar Blumen. Es war noch recht unspektakulär.

Wir kamen nun an das Everglades Amphitheater.

Wir hatten Glück, es sollte gerade eine Show stattfinden. Und so setzten wir uns zu den anderen Gästen und lauschten einem Mitarbeiter der Anlage. Er stellte uns drei Tiere vor, die gerettet wurden, weil sie eine Verletzung hatten und in der Wildnis alleine nicht mehr überlebt hätten. Sie werden nun im Naturreservat aufgezogen und gepflegt.

Während wir uns die Show anschauten fing es an zu regnen. Wie gut dass der Zuschauerbereich überdacht war. Etwa 20 Minuten später, es hatte mittlerweile schon wieder aufgehört zu regnen, schauten wir noch die Eulen, Krähen, Falken und Adler in ihren Käfigen an.

Gleich daneben war der Eingang zu einer Vogelvoliere. Hier konnten wir einige bekannte Wasservogelarten Floridas ganz nah beobachten. Die Tiere waren alle zutraulich.

Im Anschluss liefen wir weiter bis zum hinteren Teil der Anlage. Dort stand ein hübscher Pavillon. Hier konnte man sich gut ausruhen. Auf dem Weg dorthin entdeckten wir einen Pfau. Wir fanden das total klasse und wünschten uns, dass er vielleicht ein Rad schlagen würde. Wir hatten aber keine große Hoffnung, da wir sowas noch nie erlebt hatten und ich wusste, dass man sich da auch ein Loch im Bauch warten kann. Es folgten auf einmal noch ein Pfau und noch einer, dann saß noch einer auf einem Baum, einer auf einem Schild, einer auf dem Dach, einer im Gras und vier spazierten um den Pavillon herum. Und weiter vorne waren noch weitere. Jetzt wurde uns auch bewusst, welche Tiere die ganze Zeit so einen Lärm machten. Und dann stolzierte auf einmal eine Pfauenhenne umher und einige Pfauenhähne schlugen ein Rad. Das war faszinierend. Wir haben noch nie so viele Pfauen gesehen, geschweige denn welche, die ein Rad schlagen. Das war für uns ein Highlight.

Der Rundweg führte noch vorbei an Ottern, die auf ihr Futter warteten, Schildkröten und Leguane, die gerade ihren Salat fraßen und Alligatoren, die so still lagen, dass ich überlegte, ob die überhaupt echt sind. Und wie ich so überlegte, öffnete einer langsam sein Maul und es sah aus, als würde er gähnen.

 

Ein Vogel klaute gerade etwas zu Futtern von einem Auto. Erwischt!

Zum Schluss kamen noch die Tiere, die dem Botanischen Gardens seinen Namen gaben, die Flamingos. Wunderschöne Tiere. Die Tierchen hatten schon gefressen und hielten gerade ihre Mittagsruhe. Wir beobachteten das Ganze von dem kleinen Café aus mit einem Eis in der Hand.

Wir liefen nun noch durch den Souvenirshop und nahmen einen Flamingo aus Blech für Papas Garten mit (Er hat sich sehr gefreut und der Flamingo schmückt jetzt das Blumenbeet im Garten). Im Eingangsbereich standen noch Käfige mit Papageien und Wellensittichen. So schöne bunte Tiere.

Wir fuhren nun zu unserem Hotel in Fort Lauderdale, dem Nobelton. Es ist eine gelungene Unterkunft für junge Leute, modern eingerichtet mit einem schön gestalteten Poolbereich und nur einen Block entfernt vom Meer. Nun war großes Koffer (ordentlich) packen angesagt, bevor wir nochmal ans Meer gingen.

Es hat sich etwas abgekühlt, ich zog eine lange Hose an und ein Jäckchen über. Am Strand ging ziemlicher Wind.

Wir spazierten ein bisschen am Strand entlang und entschlossen uns dann bei Bubba Gump zu Abend zu essen. Wir konnten trotz des Windes draußen sitzen und hatten einen tollen Blick auf den Strand und das Meer. Es waren noch viele Leute unterwegs, aber sie lösten sich so langsam auf, verabschiedeten einander.

Nach dem Essen gingen wir ins Hotel. Wir waren etwas wehmütig, weil es die letzte Nacht in unserem Urlaub sein würde. Aber wir überlegte auf dem Rückweg schon mal, wohin denn unsere nächste Reise gehen könnte. Wir schlummerten schnell ein, es war wieder ein toller Tag.

Unterkunft: Nobleton in Fort Lauderdale Beach

Temperaturen: 25°, Regen und Sonnenschein im Wechsel

Gefahrene Meilen: 250

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[Reise] To boldly go…

…where no man has gone before!

Nun ja, so ganz korrekt ist das nicht, da unser heutiges Ausflugsziel doch schon Abertausenden von Menschen besucht wurde. Doch von Anfang…

In unserem Hotel hatten wir diesmal kein Frühstücksbuffet, daher war eine nahegelegene Starbucks-Filiale unser erster Stop an diesem Tag. Mit Kaffee und Kuchen ausgestattet starteten wir wieder in Richtung Osten. Wir ließen Orlando hinter uns und fuhren durch das Hinterland Floridas. Auf etwa der Hälfte der Strecke zog dann plötzlich eine dicke Nebelwand über die Straße. Unsere Nasen belehrten uns aber schnell eines Besseren. Das war kein Nebel, sondern dicker Rauch. Aber mutig wie wir nun mal sind, fuhren wir weiter. Ab und an tauchten am Straßenrand Warnschilder auf, aber die waren schnell wieder verschwunden. Glücklicherweise war die Straße trotz geringer Sichtweite weiterhin befahrbar. So konnten wir weiter unserem Ziel entgegen fahren.

Jetzt gab es nur noch eins, was uns aufhalten konnte: Eine Zugbrücke.

Aber auch diese ließen wir schnell hinter uns und kurz darauf kam unser Ziel in Sicht.

Der Parkplatz war noch nicht zu voll, so dass wir einen guten Platz relativ nahe am Eingang bekamen. Nachdem wir unsere Karten hatten, schlenderten wir über den Vorplatz zum Eingang des Kennedy Space Centers, wo wir die obligatorische Sicherheitskontrolle über uns ergehen lassen mussten.

Als erstes steuerten wir den Rocket Garden an. Hier konnten wir historische Modelle von Raketen bestaunen, die die ersten amerikanischen Astronauten in die Erdumlaufbahn brachten.

Außerdem ist dort eine fast 70 m lange Saturn 1B Rakete ausgestellt, die zum Beispiel dafür genutzt wurde die Apollokapsel vom Erdboden wegzubekommen.

Neben ganzen Raketen waren auch Einzelstücke wie zum Beispiel das F1-Triebwerk einer Saturn V Rakete ausgestellt. Allein dieses eine Triebwerk ist so groß wie ein Kleinbus und katapultierte die Astronauten im Zusammenspiel mit der kompletten Antriebsstufe einer Saturn V Rakete innerhalb von 3 Minuten auf eine Geschwindigkeit von fast 6.000 Meilen pro Stunde, also 9.656 km/h und in eine Höhe von knapp 61 km. Im Zeitraum ihrer Dienstzeit war die Saturn V Rakete die zweitlauteste von Menschen konstruierte Maschine der Welt. Die Lautstärke wurde nur von einer Atombombe übertroffen. Aber auch ein Nachbau einer Apollokapsel ist dort ausgestellt, in der man Probe liegen kann.

Vom Rocket Garden aus gingen wir in Richtung des Busbahnhofs, von wo aus die Busse in Richtung VAB und Apollo/Saturn Center abfuhren. Da wir uns das für später aufheben wollten, schlenderten wir weiter am Frühstücksrestaurant, dass recht gut gefüllt war und kamen an einer Wandmalerei der ISS vorbei.

Von dort aus ging es weiter zu dem Ort, auf den ich mich am, neben der Edgewater Lodge auf Long Key, am meisten gefreut hatte. Die Halle in der das Space Shuttle Atlantis ausgestellt ist. Vor dem Eingang der Halle sind die riesigen Booster aufgestellt, auf denen die Space Shuttles festgemacht waren und ins All flogen.

Der Eingangsbereich selber war erstaunlich leer, so das wir in Ruhe durch die Gänge schleichen konnten und die Gemälde von Szenen der Atlantis im All, oder vom Start bestaunen konnten. Schließlich standen wir irgendwann vor einem Absperrband hinter der eine kleine Countdownuhr runter zählte. Lange mussten wir zum Glück nicht warten, dann öffneten sich die Türen und wir wurden von einer Angestellten herein gebeten. Wir betraten einen kleinen Kinosaal an dessen Wände verschiedene Skizzen und Modelle von Raumschiffen zu sehen waren. Nachdem sich der Saal gefüllt hatte, begann ein kurzer Film zur Entwicklung der Space Shuttles. Wer jetzt denkt, die Ingenieure haben da mal schnell in ein paar Monaten einen wiederverwendbaren Raumgleiter zusammengeschustert, der irrt. So wie sie vorankamen, wurden sie auch oft zurückgeworfen. Der Film endete mit dem Datum 12. April 1981. Danach öffneten sich die Türen unter der Leinwand und wir gingen in einen etwas kleineren Raum, der mit mehreren Leinwänden ausgestattet war und so den Effekt herstellte, als würde man mitten drin stehen. Gezeigt wurden dabei der erste Start des  Space Shuttles Columbia und einige Szenen von verschiedenen Einsätzen. Anschließend öffnete sich die rückwärtige Wand des Raumes und die Umrisse des Space Shuttles wurden sichtbar. Mit Ende des Filmes wurde auch die Leinwand hochgezogen und man konnte die Atlantis in ihrer ganzen Pracht bewundern.

Wir schossen viele Fotos von dem Space Shuttle, dass im Juli 2011 die letzte Mission des Shuttle Programmes flog. Neben zahlreichen Infotafeln waren auch ein paar interaktive Spiele für Kinder aufgebaut, bei denen sie die Steuerung von Roboterarmen ausprobieren konnten.

Aber es wurde nicht nur das Space Shuttle selber ausgestellt, das wäre ja quasi auch ein bisschen langweilig auf Dauer. Aber es gab auch das Hubble Space Telescope zu bewundern, dass 1990 von der Atlantis ins Weltall gebracht wurde. Es musste zwar kurz darauf schon wieder repariert werden, aber die Reparatur war erfolgreich und es verrichtet immer noch seinen Dienst.

Die frische Prinzessin probierte dann mutigerweise noch eine Rutsche aus, die die Landeanflug eines Shuttles darstellen sollte. In der Nähe des Ausgangs kamen wir dann nochmal an einem alten Bus vorbei, der die Astronauten damals vom Startcenter zur Shuttlerampe brachte.

Nach dem Besuch des Space Shuttles gingen wir kurz durch den Souvenirshop bevor wir uns dann in die Schlange zur Bushaltestelle anstellten. Diese fuhren hier im Minutentakt ab. Mit dem Bus fuhren wir weiter auf das Gelände des Kennedy Space Centers. Zunächst fuhren wir zum Vehicle Assembly Building. Das ist eine der größten Hallenkonstruktionen der Welt. Anfangs wurde es zur Konstruktionen der Saturn V Raketen und später zum Zusammensetzen der einzelnen Teile des Space Shuttles. Mit 139 m besitzt die Halle heute noch die höchsten Tore der Welt und diese brauchen ganze 45 Minuten um sich komplett zu öffnen. Trotz dieser immensen Größe waren nach dem Öffnen der Tore gerade mal 1,8 m Platz von der Spitze einer Saturn V Rakete bis zur Unterkante der geöffneten Tore.

Die auf der Südwand des Gebäudes aufgemalte 64 m hohe US-Flagge ist die größte Darstellung der Flagge überhaupt und wurde 1976 anlässlich der200 Jahr Feier der USA angebracht. Da dieses Gebäude immer noch genutzt wird und an der Entwicklung des SLS (das Space Launch System, das die ersten Menschen zum Mars bringen soll) gearbeitet wird, konnten wir dieses Gebäude nur von außen ansehen. Nach dieser kleinen Runde um das VAB fuhren wir weiter zum Apollo / Saturn Center.

Dort stiegen wir aus dem Bus aus und fielen quasi direkt in das nächste kleine Kino, in dem ein Film über die Entwicklung der Saturn Raketen gezeigt wurde. Die Saturn Raketen brachten später die Apollokapsel zum Mond und zurück. Das „Kino“ war dem Startcenter nachempfunden und während auf den Leinwänden ein Film über den ersten Start einer Saturn Rakete gezeigt wurde, leuchteten abwechselnd die Stationen auf, die zum damaligen Zeitpunkt die Startsysteme überprüften und das Startsignal gaben.

Als die Rakete endlich startete, fingen, wie damals, die Sitzbänke und Fenster an zu zittern, was bei fielen Besuchern für erstaunte Ausrufe sorgte. Nach dem Film kamen wir in die Halle in der eine Saturn V Rakete ausgestellt war. Die meisten blieben direkt im Ausgang des Kinos  stehen und fotografierten gleich wild drauf los. Wir schlichen uns am Rand vorbei und fotografierten erstmal einen weiteren Bus, der Astronauten zur Startrampe brachte.

Neben der Rakete waren alle Missionsabzeichen der Apollo-Missionen übergroß ausgestellt. Wobei die berühmteste vermutlich diese war:

Wir gingen die komplette Länge der Rakete ab und fanden dabei viele interessante Infotafeln, wie zum Beispiel einen Größenvergleich der Rakete.

Nach dieser geballten Flut von Wissen, gingen wir erstmal an die frische Luft. Von einer Zuschauertribüne aus konnten wir die Startrampen 39A und 39B sehen, von denen früher die Shuttles starteten und zurzeit die Firma Space X ihre Raumschiffe testet.

Auf der Rückfahrt zum Besucherzentrum erzählte uns der Busfahrer noch etwas zur Umgebung des Geländes und welche Alltagsgegenstände wir der Raumfahrt zu verdanken haben.

Erschöpft wanderten wir zurück zum Auto und machten uns auf den Rückweg nach Orlando. Naja, so war es zumindest gedacht. Denn obwohl uns das Navi auf dem bekannten Weg zurückschicken wollte, hatte der örtliche Sheriff etwas dagegen. Aus dem morgendlichen Rauchschwaden hatte sich nämlich ein ausgewachsenes Buschfeuer entwickelt und darum wurde die Straße gesperrt. Der Umweg sollte uns weitere anderthalb Stunden Fahrt bescheren. Doch mit ein wenig mehr Druck auf dem Gaspedal und dem Windschatten eines vor uns fahrenden Autos konnten wir die zusätzliche Zeit die uns der Umweg kosten sollte, auf nicht ganze eine Stunde verkürzen. So schafften wir es eine knappe halbe Stunde vor Toreschließung der Orlando International Premium Outlets doch noch ein paar Schnäppchen zu ergattern. Das Abendbrot wollten wir in einem nahegelegenen Applebee’s einnehmen, doch leider mussten wir diesmal fast eine halbe Stunde warten bis wir einen Tisch bekamen. Das Essen hat aber wieder lecker geschmeckt. Da es schon sehr spät war fuhren wir anschließend direkt zum Hotel zurück und fielen erschöpft ins Bett.

 

DER gÖTTERGATTE

 

Unterkunft: Rosen Inn International

Temperatur: 26° C, sonnig

Gefahrene Meilen: ca. 140

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[Reise] Einmal Hollywoodluft schnuppern

Die vergangene Nacht war unsere letzte an der Westküste Floridas. Nach einem typischen Motelfrühstück checkten wir aus unserer Unterkunft aus und begaben uns Richtung Osten. Wir waren sehr früh dran, sodass wir über der Skyline von Tampa die Sonne aufgehen sahen. Ein wirklich traumhaftes Bild, wenn auch nur ich es genießen konnte. Mein Göttergatte hatte eher zu tun nicht auf den Vordermann zu fahren, da es ihn stark blendete und die Fahrbahnmarkierungen kaum zu sehen waren.

Wir hatten heute aufregendes vor, unser Ziel sollte Orlando sein. Und nach einigen Überlegungen haben wir uns doch dazu entschlossen die Universal Studios zu besuchen. Warum wir überlegt haben, fragt Ihr euch? Tja, hauptsächlich des Preises wegen. Versteht mich nicht falsch, wir sind keine Geizhälse oder so und gerade im Urlaub leben wir nicht auf Sparflamme, denn man ist ja nur einmal hier (vorerst). Aber bei den Preisen haben uns doch die Ohren geschlackert. Zuerst einmal überhaupt Preise im Internet zu finden war schon etwas schwierig. Es gab da hauptsächlich Pakete mit mehreren Tagen und mehreren Parks, da blickt man ja schon gar nicht mehr durch. Aufgrund unserer Reiseplanung hatten wir jedoch tatsächlich nur einen Tag, der uns zur Verfügung stand, deshalb war unser Paket „Ein Tag – Ein Park“. Eigentlich ganz einfach. Als wir dann den Preis gefunden hatten, überlegten wir noch ein wenige hin und her, nur um uns am Ende doch wieder zu sagen: „Wenn wir schon man da sind, …“

Also auf ins Vergnügen!

Wir kamen recht gut durch und standen relativ flott an den beiden Parkhäusern. Nicht das hier einer annimmt man könnte dort kostenlos parken, nein, nein, weit gefehlt. Auch hierfür 20$ extra. Na das hatten wir dann auch noch. Per Einweiser wurden wir auf einen Parkplatz geführt und liefen dann den Massen hinterher. Und mit Massen meine ich auch Massen. Es war Zehn Minuten vor Parköffnung und meine Blauäugigkeit wir könnten mit die ersten sein, löste sich in Luft auf. Einige werden sicherlich lachen, aber ich hatte tatsächlich keine Vorstellungen. Ich muss aber sagen, es lief hier alles geordnet ab und war für die Massen super geregelt, ich war fasziniert. Das war wahrscheinlich auch der Grund, warum dann alles relativ schnell ging. Die Sicherheitskontrolle passierten wir in Nullkommanichts und dann liefen wir einen langen Gang entlang und kamen zum Eingang des Vorplatzes, dem Universal Walk.

Hier kann man schon ohne Eintrittsgeld eine Menge erleben und seine Zeit vertreiben. Hier gab es ein Kino, viele Shops, Cafés und Restaurants. Und von hier hat man natürlich auch den tollen Blick auf die berühmte Universalkugel. Die musste natürlich fotografiert werden – von ALLEN!

Wir liefen noch über eine kleine Brücke und danach kam auch schon der Eingang der Universal Studios. Wir kauften uns die Karten und trauerten kurz den vielen Dollar hinterher. Aber nur kurz.
Ich möchte jetzt gar nicht jede einzelne Ecke im Park erläutern, da werde ich gar nicht fertig.
Hier nur kurz:

Der Park war sehr beeindruckend, riesig, spektakulär. Alles war super gut organisiert, einfach toll. Wir verbrachten den ganzen Tag in dem einem Park und haben wahrscheinlich noch lange nicht alles gesehen. Wir schauten uns die Kulissen einiger Kultserien (z.B. The Simpsons), verschiedener Filme (MIB, Harry Potter) und toller Städte (San Francisco, New York City) an und machten bei verschiedenen Fahrgeschäften mit (MIB Alien Attack, Transformers The Ride 3D, Revange of the Mummy). Außerdem traten immer mal andere Straßenkünstler auf, die Wahnsinnsshows hinlegten. Lange schauten wir einigen Akrobaten zu und später noch „Bauarbeitern“, die mit ihrem Arbeitsequipment coole Musik machten (erinnerte ein bisschen an Stomp).

Mein Fazit: Es war zwar teuer (man bezahlt ja nicht nur den Eintritt, sondern drinnen auch noch Essen und Getränke und man will sich ja auch in den unzähligen Souvenirshops noch was kaufen), aber es war wirklich ein toller Tag, den man so schnell nicht vergisst. Es ist auf alle Fälle ein Erlebnis wert.

Am Universal Walk lag noch das Hardrock Café, da musste ich mir natürlich noch was besorgen und an einen der unzähligen Stände hab ich mir noch ein paar Giraffenkniestrümpfe gekauft. Als Giraffenfan ein Muss.

Wir checkten dann am Abend in unser Hotel, dem Rosen Inn International am International Drive ein. Doch der Tag war noch nicht zu Ende. Wir spazierten den International Drive Richtung Süden bis zum Coca-Cola-Orlando Eye. Auf dem Gelände aßen wir noch im Yard House zu Abend, wobei mein Essen überhaupt nicht geschmeckt hat. Naja, kann ja mal passieren. Nach dem Essen liefen wir zum Orlando Eye, es dämmerte schon. Wir zahlten und beschlossen mit einem kleinen Aufpreis im Anschluss noch ins nebenanliegende Madame Tussauds zu gehen. Nach einer Sicherheitskontrolle und einiger Zeit in der Warteschlange kamen wir mit drei anderen Pärchen in eine Gondel. Es war, wie soll ich es sagen… extrem schmalzig. Es lief romantische Musik und die anderen Pärchen schmusten und schmiegten sich aneinander, tranken ihr Sektchen und schauten sich verträumt  das nächtliche Orlando an. Sie plauderten kurz miteinander, aber sonst war Stille. Irgendwie *kotz,würg*. Versteht mich nicht falsch, mein Göttergatte und ich, wir lieben uns auch innig, aber wir sind absolut nicht so die romantisch-verträumten Typen und fühlten uns deshalb ein bisschen fehl am Platz. Da wären wir doch lieber mit der indischen Großfamilie hinter uns in eine Gondel gegangen. Aber nun gut, es war nun mal wie es war. Und so schauten wir uns das Lichtermeer Orlandos von oben an, was im Übrigen trotz alledem wirklich toll war.

Im Anschluss besuchten wir noch das Wachsfigurenkabinett. Wir wurden hier verfolgt von zwei Freundinnen, lasst sie mal so 20 Jahre alt gewesen sein, die ihren Spaß mit den Figuren hatten. Sie schmissen sich vor Allem an die gutaussehenden männlichen Exemplare. Aber irgendwie waren die beiden lustig drauf und sehr sympathisch.

Wir warfen noch einmal einen Blick zurück und konnten das Orlando Eye in seiner ganzen Lichterbracht bewundern.

Der abendliche Spaziergang zurück zum Hotel hat uns gezeigt, dass hier so spät noch eine ganze Menge los ist und für einige die Nacht erst anfängt. Für uns jedoch ging ein toller Tag zu Ende. Wir fielen ins Bett und schliefen sofort ein.

Unterkunft: Rosen Inn International

Temperaturen: 25°C, sonnig

Gefahrene Meilen: ca. 94

Weiter – To boldly go…

[Reise] Gone with the Wind

Heute kamen wir rechtzeitig zum Frühstück und konnten uns für den Tag stärken. Wir planten einige Strände zu besuchen. Jedoch nicht zum beachen und baden, denn wir sind nicht wirklich die Typen für stundenlanges sonnen und nur so rum liegen. Wir wollten uns die Strände anschauen und spazieren gehen. Es soll ja in diesem Bereich unter anderem der schönste Strand der USA dabei sein. Wir waren gespannt. Das Wetter war dieses Mal mit 25°C etwas frischer als die Tage zuvor. 25°C – frisch? Werdet Ihr Euch jetzt fragen. Nunja, für den Göttergatten natürlich genau die richtigen Temperaturen. Für mich an sich auch, aber es ging auch sehr starker Wind, da wurde es das eine oder andere Mal doch etwas kühler und ich musste mir mein Jäckchen über ziehen.

Wir fuhren mit unserem Auto durch Saint Petersburg über den Pinellas Bayway zum Pass-a-Grille Beach. Hier gefiel es uns zwar schon sehr gut, aber wir verbrachten nur etwa eine Stunde hier, denn wir wollten ja noch weiter. Der Naturstrand an der südlichsten Spitze ist mit einer der schönsten Strände die wir besucht haben. Hier gab es Unmengen an Muscheln. Auch einen Seestern haben wir entdeckt. Wir waren ziemlich früh dort, deshalb war es noch ruhig und nicht viel los. Es waren aber  einige Muschelsammler unterwegs. Am Badestrand um die Ecke war noch nichts los, nur einige Spaziergänger waren unterwegs.

Auf der anderen Seite, die wir in einigen Minuten zu Fuß erreichten, war der Pass-a-Grille Dogbeach. Auch hier waren noch wenige Menschen (und Hunde) unterwegs. Genauer gesagt nur ein Hund lief den Strand entlang. Und eine Familie mit einem kleinen Mädchen, die meinen Göttergatten fragte, ob er vielleicht ihr verloren gegangenes Sandspielzeug gesehen hat. Er musste leider verneinen, versprach aber die Augen offen zu halten. Und so lief das Mädchen weiter. Das Spielzeug jedoch blieb verschwunden.

Wir fuhren weiter Richtung Norden den Gulf Bldv entlang und machten Halt am Treasure Island Beach. Dies ist ein großer öffentlicher Strand. Wir mussten eine ganze Weile laufen bis wir endlich an das Wasser kamen, so breit war der Strand. Viele Leute lagen nicht an dem schönen weißen Strand, es war ja auch ziemlich windig. Ich glaub egal was man hingelegt hätte, es wäre weggeflogen. In Kombination mit dem leuchtend blauen Himmel ergab dieser Strand eine wunderschöne Kulisse. Einfach Traumhaft.

Unsere Weiterfahrt nach Norden war etwas schweigsam. Wir hatten zwar noch ein paar Tage vor uns, aber irgendwie waren wir doch schon etwas traurig, dass das Ende bald nahte. Wir wussten noch nicht, was uns auf der Fahrt, den Inselstreifen entlang, erwartete, wir hatten nichts Konkretes geplant, sondern wollten schauen was sich ergibt. Wir fuhren über den Johns Pass und entdeckten kurz nach der Brücke reges Treiben am Ufer. Also bogen wir rechts ab und suchten uns einen Parkplatz. Wir fuhren an kleinen Geschäften vorbei und die Parkplatzsuche erwies sich als gar nicht so einfach. Da wussten wir schon, hier ist einiges los, hier gibt es bestimmt was zu sehen. Wir fanden einen Parkplatz und checkten dann relativ schnell, dass wir uns in „Johns Pass Village and Boardwalk“ befanden. Noch nie was von gehört, aber wie gesagt, wir hatten auch vorher wenig über diesen Inselstreifen recherchiert. Hier gab es viele kleine Geschäfte und auf dem Boardwalk gab es ein Restaurant an dem anderen. Man konnte hier viele Bootstouren mitmachen und sich in verschiedenen Wassersportarten versuchen. Kurzum man konnte hier viel entdecken und viel erleben. Wir spazierten durch das kleine „Village“, aßen etwas zu Mittag und liefen dann noch einmal die Brücke hinauf, denn von dort hatte man einen tollen Blick auf Johns Pass und den Boardwalk.

Im Anschluss führte uns unser Weg ein ganzes Stück nördlicher zum Sand Key Park. Zumindest das war ein Stückweit „geplant“, denn als wir in Florida City mit unserem Motelnachbarn plauderten, empfahl er uns dort mal vorbei zu schauen. Wir warfen einen Blick auf den Sand Key Beach. Hier sieht man auch, dass es etwas frischer war, denn die Rettungsschwimmerin rannte nicht etwa im Badeanzug umher, sondern war in einen dicken Pulli und lange Hosen eingemummelt.

Wir spazierten nun durch den Park und mein Göttergatte suchte ein paar Geocaches. Ich genoss derweil die Ruhe im Park. Hier standen in einigen Metern Abstand immer mal Hollywoodschaukeln. Hier ließ es sich aushalten.

Nun war es schon später Nachmittag. Wir besuchten jetzt selbstbezeichnend den schönsten Strand der USA, den Clearwater Beach. Wir fanden recht schnell einen Parkplatz und liefen zum Strand. Uns ist aufgefallen umso nördlicher wir kamen desto feiner und weißer wurde der Sand. Was zwar sehr schön aussieht, aber mit Wind echt nervig sein kann. Die Sandkörner flogen uns ins Gesicht, die Augen tränten und es knirschte in den Zähnen. Nichtsdestotrotz spazierten wir zum Pier und liefen etwa bis zur Mitte der Seebrücke. Das Weiterlaufen hätte uns ein bisschen Geld gekostet, nicht viel, aber wir fanden, dass wir schon von hier einen super Blick auf die Nobelhotels von Clearwater Beach hatten. Deshalb verzichteten wir und drehten wieder um. Der Wellengang war sehr hoch, trotzdem war hier sehr viel mehr los. Dieser Strand scheint sehr beliebt zu sein. Schön war es hier definitiv, aber wir mögen es lieber ruhiger.

Schon gegen 17:30 Uhr aßen wir bei „Extreme Pizza“ zu Abend und machten uns dann auf den Weg zurück zum Hotel. Mein Göttergatte sprang nochmal in den Pool bevor wir ins Bett gingen. Am nächsten Tag wollten wir schon zeitig aus den Federn, denn wir hatten einen weiten Weg vor uns und tolles vor.

Unterkunft: La Quinta Inn and Suites

Temperaturen: 25°C, Sonnenschein, windig

Gefahrene Meilen: ca. 60

Weiter – Einmal Hollywoodluft schnuppern

[Reise] Walking the River

Endlich eine Abkühlung! In der Nacht zuvor ging ein kräftiges Gewitter über der Umgebung von Clearwater runter. Das hatte zur Folge, dass es heute Morgen ein wenig kühler war. Trotzdem schliefen wir in Ruhe aus. Das hatte allerdings zur Folge, dass wir an ein stark geplündertes Frühstücksbuffet kamen, von dem wir nur noch die Reste zusammenklauben konnten, da bereits damit begonnen wurde die Reste zusammenzupacken. Dieses spärliche Frühstück sättigte nicht so wirklich, aber wenigstens mussten wir nicht mit leerem Magen starten. Wir stürzten uns in den morgendlichen Berufsverkehr in Richtung Tampa. Trotzdem kamen wir gut voran und erreichten bald Downtown Tampa. Wir fanden einen guten Parkplatz und wanderten zum Anfang des Tampa River Walks.

Nach kurzer Zeit kamen wir an einem kleinen Mahnmal zu Ehren der im Dienst getöteten örtlichen Polizisten und Soldaten vorbei.

Danach schlängelte sich der Weg dann entlang des Ufers des Hillsborough Rivers vorbei am Marriott Hotel und dem dazugehörigen kleinen Yachthafen.

 

Über dem Fluss drehten allerlei Möwen und Pelikane ihre Runden. In der Ferne tauchte auch mal kurz die Rückenflosse eines Delfins auf, aber blieb dann verschwunden. Auch das Segelschiff blieb in der Ferne, da wir keine Lust auf den großen Umweg hatten, den der Besuch verlangt hätte.

Wir setzten unseren Weg auf dem River Walk fort. Der Weg ist großzügig angelegt und immer wieder wurden wir von Joggern und Radfahrern überholt, die das schöne Wetter  für ihr morgendliches Workout nutzten. Wir gingen unter den vielen Brücken, die den Hillsborough River überspannten, hindurch. Bald tauchten auch die Hochhäuser von Downtown Tampa wieder auf.

Aber die Anzahl der Brücken nahm kein Ende. Viele der Brücken sind als Zugbrücken ausgelegt, da erst die neueren Brücken so hoch gebaut wurden, dass auch kleinere Segelboote diese ohne Probleme durchqueren können.

Überhaupt konnte man auf dem Fluss mit allerhand Gefährten herumdüsen. Von Tretbooten, Kajaks über Jetskis bis hin zu kleinen Motorbooten konnte man mieten und seine Runden über den Fluss drehen.

Inzwischen hatten wir einen großen Teil des River Walks hinter uns und erreichten einen Teil, der nicht mehr am Ufer, sondern auf einer Brückenkonstruktion direkt über dem Wasser verlief. Bei Nacht leuchten diese schattenspendenden Zelte in jeder Menge bunter Farben. Hier sahen wir auch eines der vielen Pirate Water Taxis. Aber statt einzusteigen, blieben wir an Land und setzten den Weg zu Fuß fort.

Am anderen Ufer des Flusses sahen wir die silbernen Türmchen der University of Tampa im Sonnenlicht glitzern. Auf den Grünflächen und zwischen den Palmen waren viele Studenten die sich in Hängematten oder auf dem Rasen fleißig auf Vorlesungen und Seminare vorbereiten.

Wir legten den Rest des Weges über dem Fluss zurück und errichten den Curtis Hixon Waterfront Park. Viel war hier nicht los, denn zur Mittagszeit suchten die meisten Menschen Restaurants auf um sich zu stärken. Wegen des spärlichen Frühstücks knurrten auch unsere Mägen, weshalb auch wir beschlossen den River Walk kurz links liegen zu lassen und uns in einer der Seitenstraßen etwas zu Futtern zu suchen. Frisch gestärkt wanderten wir vorbei am Tampa Museum of Modern Art zurück zum River Walk.

Es mir immer noch ein Rätsel wie man, selbst im Namen der Kunst, ein Auto so sehr verunstalten kann. So gingen wir schnell weiter und erreichten bald die Zugbrücke, die wir schon den ganzen Vormittag im Auge hatten.

Als wir der Brücke näher kamen, dämmerte uns, dass diese Brücke nicht mehr genutzt wird. Denn wir sahen sie den ganzen Vormittag über im geöffneten Zustand. Nun sahen wir auch, dass die Gleise, die zu der Brücke führten schon lange nicht mehr genutzt wurden.

Der letzte Abschnitt des River Walks war eher unspektakulär. Ein paar Künstlerstatuen am Wegesrand, ein paar Kunstinstallationen und Sitzbänke führten bis zum Ende des River Walks im Water Works Park. In diesem kleinen Park befanden sich eine Bühne und ein Restaurant, sowie jede Menge schattenspendende Bäume. Wir überlegten kurz eines der Wassertaxis für den Rückweg zu nehmen, aber entschieden uns dagegen, da wir sonst anderthalb Stunden auf das nächste Taxi hätten warten müssen. So drehten wir eine kleine Runde durch den Park und entdeckten eines der in Florida allgegenwärtigen Warnschilder für Alligatoren.

Wir schmunzelten wegen der witzigen Aufmachung des Bildes und während wir noch darüber witzelten wie groß denn die Alligatoren in Tampa sein mögen, wurde unsere Frage prompt beantwortet.

Scheinbar gut gesättigt ließ sich der Kleine nicht von uns stören und sonnte sich gemütlich auf dem Bootsanleger. Danach machten wir uns auf den Rückweg und schlenderten gemütlich zurück zum Auto. Dabei kamen uns immer noch so viele Jogger entgegen, das wir bei dem ein oder anderen versucht waren freundlich zu grüßen.

Der Rückweg zum Hotel war schnell zurückgelegt. Dort schrieben wir noch ein paar Postkarten und machten uns dann auf den Weg zu einer Post und anschließend zum Essen. Naja, dachten wir…

Zur Post kamen wir leider nicht, da die Polizei um diese herum weiträumig abgesperrt hatte. Was passiert war konnten wir nicht erkennen und auch aus den Lokalnachrichten nicht erfahren. Also fuhren wir direkt zum Restaurant in dem wir essen wollten. Leider entpuppte sich dieses als Fast Food Restaurant, was wir eigentlich vermeiden wollten. Tja, nochmal Pech, etwas enttäuscht fuhren wir zur Alternative zwei zum Abendbrot. Leider war diese scheinbare Pizzeria nur ein Lieferdienst. So langsam wurde es nervig. Der Feierabendverkehr kam wegen der naheliegenden Baustelle nämlich auch nicht recht voran. Aber aller guten Dinge sind drei. Wir hielten auf dem Parkplatz eines italienischen Restaurants. Hungrig traten wir ein und wollten schon wieder gehen. Nein, nicht weil es so voll, oder laut war, sondern weil keiner da war. Wir vermuteten, dass sie noch nicht geöffnet hatten, oder dabei waren zu schließen, doch schon eilte ein Platzanweiser herbei und bot uns freie Platzwahl. Ein wenig skeptisch suchten wir uns einen Fensterplatz. An der Bar saßen (vermutlich) der Chef und seine Kumpanen und quasselten fröhlich auf italienisch vor sich hin. Unser junger Kellner, vielleicht ein Neffe des Bruders vom Chef, sah ein wenig verschlafen auf, aber brachte uns schnell unsere Essen. Für die Prinzessin gab es eine Lasagne und für mich Spaghetti mit Meatballs, also Fleischbällchen. Wobei Bällchen ein wenig untertrieben war. Es waren schon eher leckere Fleischbälle.

Während des Essens trudelten dann doch noch einige Gäste ein und kurz darauf wurde Lokalweit eine Runde Trivial Pursuit gestartet. Wir hielten uns gepflegt im Hintergrund und hörten zu als es in der ersten Runde um englische Literatur und Kunst ging. In der zweiten Runde kam dann Sport und Geografie dran. Fragt nicht wer die Kombinationen zusammengestellt hat. Die erste Frage konnten wir sicher beantworten als es um den schnellsten Mann der Welt ging: den jamaikanischen Blitz. Auch die zweite Frage stellte keine Hürde für uns dar. Unsere amerikanischen Tischnachbarn brachte sie allerdings ein wenig ins Schwitzen woraufhin wir uns entschlossen ihnen die Lösung zur Frage, in welchem Land denn die Donau entspringt, zu verraten. Als wir ein wenig ungläubig angesehen wurden, bestätigten wir, dass wir aus Europa sind, woraufhin die Antwort aufgeschrieben wurde und eingereicht wurde. Wir verabschiedeten uns, wünschten noch viel Glück und fuhren zurück ins Hotel.

Dort sortierten wir ein paar Bilder und blieben an einem Bild irgendwie hängen. Es beschäftigte uns noch eine Weile bevor wir einschliefen:

Eine Antwort fanden wir aber nicht. Vielleich wisst Ihr, liebe Leser, ja warum an der Howard W. Blake High School fast keine Fenster sind?

 

DER gÖTTERGATTE

 

Unterkunft: La Quinta Inn & Suites

Temperatur: ca. 22° C

Gefahrene Meilen: ca. 42

Weiter – Gone with the Wind

[Reise] Islandhopping

Nach einem unspektakulären Motelfrühstück checkten wir aus dem Motel aus und machten uns auf den Weg in Richtung Norden. Wir planten wieder ein paar der zahlreichen, tollen Inseln der Westküste Floridas unsicher zu machen. Wir fuhren über Sarasota nach Longboat Key. Wir wollten eigentlich baden gehen, wussten aber nicht so richtig, wo wir denn nun parken dürfen, und wo nicht. Also machten wir Halt am Visitor Center von Longboat Key. Die nette Dame gab uns eine Karte der Inselkette und empfahl uns einen etwas ruhigen Strandabschnitt, den Beer Can Island Beach, eher ein Naturstrand, ohne WC oder Umkleidekabinen oder Coquina Beach auf der anderen Seite der Brücke auf Anna Maria Island. Dies wäre jedoch ein großer Strand, der um diese Zeit schon sehr voll sein würde, aber mit Umkleiden und WC. Wir entschieden uns erstmal für den ruhigeren Teil und wollten am Beer Can Island Beach etwas spazieren gehen. Wir ergatterten einen Parkplatz und liefen erstmal über den öffentlichen Strand. Hier war wirklich wenig los. Ein paar vereinzelte Leute auf ihren mitgebrachten Campingstühlen genossen das wunderbare Wetter.

Wir liefen also den Strand entlang, die Schuhe haben wir ausgezogen und das kühle Wasser an den Füßen genossen. Doch nach einigen Metern schien der Strand schon zu Ende, dachten wir. So machten wir noch einige Fotos, als ein Pärchen an uns vorbei lief. Wir blickten einige Minuten später in die Richtung des vermeidlichen Endes des Strandes und das Pärchen war wundersamerweise verschwunden. Von den Wellen verschluckt?

Wir näherten uns also dem Gestrüpp und sahen hier nun ein versteckten Weg. Weg ist natürlich zu viel gesagt. Da waren auf dem Sandweg ein Haufen kurze, schmale abgeschnittene Baumstümpfe. Und wer ist da wohl immer wieder gestolpert? Natürlich ich.

Aber wir schafften es dann doch unbeschadet durch und kamen an ein wirklich tollen Strandabschnitt. Es waren ein paar Leute hier, die Muscheln sammelten, ansonsten war es hier recht ruhig. Der Strand war wunderschön weiß und pulvrig. Hier und da lagen angespülte Bäume rum, die die Schönheit des Strandes jedoch nicht trübten. Hier gefiel es uns wirklich sehr gut.

Wir haben natürlich wie bei den anderen USA-Reisen unsere Namen in den Sand geschrieben. Das ist schon Tradition.

Es wurde langsam Mittagszeit und wir fuhren über den Longkey Pass nach Anna Maria Island. Wir fuhren vorbei am Coquina Beach, der uns aber, wie schon vorhergesagt, zu überfüllt schien und machten etwas später Halt an einem der zahlreichen Parkplätze am Bradenton Beach. Wir aßen im „The Frickled Fin“ zu Mittag und spazierten dann die Bridge Street zum Pier. Hier in dem kleinen Örtchen standen viele kleine bunte Häuser oder Gemäuer waren mit Strandmotiven bemalt. Es gab hier viel zu gucken.

Wir fuhren weiter Richtung Norden und fanden dann einen Strandabschnitt, wo wir uns sonnten und ins kühle Nass sprangen. Hier war nicht viel los und wir genossen die ruhige Zeit am Strand.

Auf den Weg zurück zum Übergang auf das Festland entdeckten wir noch etwas interessantes: Hier sammelt wohl einer am Strand vergessenes Buddelzeug ein und hängt es als Deko an seinen Zaun. Irgendwie witzig.

Wir fuhren nun entlang der Manatee Avenue nach Bradenton aufs Festland und machten uns dann auf in Richtung Norden nach Clearwater. Dafür mussten wir die Sunshine Skyway Bridge passieren. Wir machten vorher noch Halt um die Brücke zu bestaunen, die Sicht war nur leider etwas trüb. Deshalb konnten wir nicht wirklich weit gucken.

Dafür konnten wir im Wasser eine kleine Krabbe beobachten.

Nahe des Clearwater Airports checkten wir in unserem Hotel, dem La Quinta Inn & Suites, ein. Wir suchten uns in der Nähe in einer Sportsbar etwas zum Abendessen und fielen dann ins Bett.

Übrigens waren alle Parkplätze auf den Inseln kostenlos. Das war eine Premiere in diesem Urlaub!

Unterkunft: La Quinta Inn & Suites

Temperaturen: 29 °C Sonnenschein, aber etwas trüb

Gefahrene Meilen: 168

Weiter – Walking the River

[Reise] Welcome to the Wilderness

Den heutigen Tag begannen wir mit einem deftigen Frühstück in Mel‘s Diner. Danach setzten wir uns ins Auto und fuhren in Richtung Norden. Das Ziel sollte der Myakka River State Park sein. Nach einem kurzen Abschnitt auf dem Highway 41 fuhren wir auf die Interstate 75, also die Autobahn und die Prinzessin ergab sich bald dem beruhigenden Motorengeräusch und schloss die Augen. Da wir Mautstationen vermeiden wollten, verließen wir die Interstate bald wieder und fuhren durch das ruhige und einsame Hinterland Floridas. Während wir so die Landstraßen entlang fuhren, neigte sich der Tankanzeiger immer mehr dem roten Bereich entgegen. Doch von Tankstellen war weit und breit nichts zu sehen und vom Myakka River State Park auch nicht. Aber zum Glück tauchte kurze Zeit nach dem die Warnleuchte für die Restreichweite von 100 Meilen aufleuchtete, schließlich auch der State Park auf.

Der kleine Park war noch nicht besonders gut besucht und so waren wir im Infocenter fast alleine. Allerdings gab es auch nicht so viel zu sehen, da die Infotafeln und Schaubilder zu Flora und Fauna des Parks sich aufgrund der Nähe zu den Everglades nicht sonderlich von denen im Nationalpark unterschieden. Ich nutzte die Gelegenheit die Parkranger noch nach der nächsten Tankstelle zu fragen. Zum Glück war diese nicht so weit entfernt, wie die letzte an der wir vorbei gefahren waren.

So stiegen wir bald wieder ins Auto und fuhren zum ersten Haltepunkt auf der Straße durch den State Park. Dies war eine kleine Brücke die auf beiden Seiten von Parkplätzen gesäumt war. Dutzende andere Besucher tummelten sich hier und wechselten regelmäßig die Brückenseite um ins Wasser zu starren.

Vermutlich suchten alle nach den allgegenwärtigen Alligatoren in Florida, dabei machten sie sich in diesem Park doch eher rar. Nur die überall herumstehenden Warnschilder kündigten von ihrer Anwesenheit.

Da wir nur in weiter Ferne zwei Alligatoren sehen, aber nicht genau erkennen konnten fuhren wir weiter. Von den, die Straße säumenden, Bäumen hing spanisches Moos herunter und ließ die Umrisse der Baumstämme und Äste etwas verschwimmen.

Schon bald erreichten wir den nächsten Haltepunkt. Von hier starteten wir zu einer kleinen Wanderung über einen kurzen Lehrpfad. Der Pfad führte quer durch den Wald und wir sahen jede Menge verschiedene Laubbäume und Palmen, teilweise mit Moos überwachsen.

Wie viele andere Wanderwege ist auch dieser als Rundweg angelegt. Nach der Hälfte des Weges kamen wir am Canopy Walk an. Das ist ein Baumkronenpfad, obwohl in diesem speziellen Fall wohl eher von einem Baumkronenpfädchen.

Der Pfad war nicht wirklich zwischen Baumkronen, sondern zwischen zwei Holztürmen und recht kurz.

Trotzdem konnten wir vom Pfad aus das spanische Moos wunderbar aus der Nähe ansehen.

Der zweite Turm war um einiges höher als der Zugang zum Baumkronenpfad aber wir wagten trotzdem den Aufstieg. Nach etlichen Stufen erreichten wir schließlich die etwas wackelige Aussichtsplattform in 23 Metern Höhe. Der Blick nach unten ließ einen schon mal kurz schlucken, aber die Aussicht ließ uns die Höhe schnell vergessen. Die ruhigen Wälder um den Aussichtsturm herum lassen einen auch fast vergessen, dass man sich mitten in einer der fortschrittlichsten Industrienationen der Welt befindet. Die Everglades erstrecken sich über viele tausend Quadratmeilen und werden nur ab und zu von einem Highway durchschnitten.

Vom Baumkronenpfad aus fuhren wir weiter zum Myakka Outpost, einem kleinen Restaurant mit wesentlich größerem Souvenirshop.

Auch wenn es auf dem Bild nicht so aussieht, tummelten sich hier wesentlich mehr Besucher, was auch daran liegen könnte, dass von hier ein Boot zu einer Rundfahrt über den nahegelegenen Lake Myakka abfuhr.

Mit einem Beutel voller Souvenirs und einer kleinen Mahlzeit im Bauch verließen wir den Outpost schließlich wieder.

Am Parkausgang wandten wir uns dann, wie am Morgen von der Rangerin beschrieben, nach rechts und fuhren in Richtung Sarasota. Dabei kamen wir am Sarasota National Cemetery vorbei. Wir gingen eine kleine Runde über den Friedhof der für die Angehörigen Streitkräfte angelegt ist, und eine erschreckende Größe aufweist.

Sehr nachdenklich setzten wir unsere Fahrt fort. Das nächste Ziel war aber erstmal eine Tankstelle. Danach konnten wir die Rückfahrt zum Hotel in Angriff nehmen. Das monotone Motorengeräusch während der Fahrt auf der Interstate sorgte dafür, dass die Prinzessin schnell wieder die Augen schloss, aber rechtzeitig vor der Ankunft am Hotel wieder erwachte. Dort machten wir uns kurz frisch und fuhren dann zum Abendbrot bei Hooters. Die Prinzessin gönnte sich ein paar Fischtacos und ich aß einen Burger. Zum Dessert gab es dann noch einen äußert leckeren Minikuchen.

Wer jetzt denkt das war’s, der irrt. Wir fuhren nochmals in die Nähe des Lakes Regional Park, den wir schon besucht hatten. Allerdings wollten wir nicht in den Park sondern zu noch nicht allzu später Stunde noch ein Runde Minigolf spielen. Die Castle Golf Inc Minigolfanlage war unser letztes Ziel für diesen Tag. Die ganze Anlage war, wie der Name „Minigolf“ schon sagt, recht überschaubar, und doch hatten wir eine Menge Spaß dabei, uns auf den abwechslungsreichen Bahnen auszutoben. Da ging es durch Steilkurven und Wasserfälle, über Hängebrücken, um Ecken und Kanten, auf und ab und das alles unter den wachsamen Blicken des Burgdrachen, der über der Anlage thronte.

Zwischendurch blieb aber auch mal Zeit um mit dem Glücksbärchi der Anlage zu kuscheln.

Doch trotz des Spaßes den wir hatten, wurde uns immer wieder bewusst gemacht, dass jenseits des Zaunes der sichere Tod lauerte!

So neugierig wir auch waren, vor was wir uns hier in Acht nehmen sollten, so wenig hatten wir Lust mit den Zähnen Bekanntschaft zu machen, die dieses Schild angeknabbert hatten. Wir waren uns aber ziemlich sicher, dass dieses etwas merkwürdig aussehende Geschöpf vermutlich nicht dafür verantwortlich war.

Wir spielten den Parcours unbeschadet durch und nach meinem glorreichen Sieg fuhren wir zurück ins Hotel und fielen erschöpft ins Bett.

 

DER gÖTTERGATTE

 

Unterkunft: Americas Best Value Inn in Fort Myers

Temperaturen: 28°

Gefahrene Meilen: ca. 185

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